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So gut war der Selbstmord-„Tatort“ aus Stuttgart: Die Frau, die niemand vermisst

2025-11-25
In leben Vom Markus Ehrenberg

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Ein grausiger Fund für die Kommissare Bootz und Lannert im „Tatort: Überlebe wenigstens bis morgen“ (Sonntag, ARD, 20:15 Uhr): Der Leichnam einer jungen Frau lag offensichtlich bereits seit Monaten in ihrer Wohnung. Wieso hat niemand Nelly Schlüter vermisst?

Weder Nellys Eltern, noch Ex-Freund, Bruder oder ihre beste Freundin Fine hatten zuletzt Kontakt mit der Frau. Fine scheint sogar erleichtert, dass Nelly nicht mehr in ihrem Leben mit Ehemann und Baby vorkam, was jene besonders verdächtig macht.

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An Nähe zu Nelly schien jedenfalls kaum jemand interessiert zu sein, auch nicht die Männer, die Nelly beim Online-Dating traf. Sie sei zu anhänglich gewesen, heißt es, hätte immer gleich intensivere Beziehungen gewünscht.

Führte das zu einem Suizid oder war es doch Mord? Und wenn Selbstmord: Hat dabei jemand nachgeholfen? In Rückblenden wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die nirgends ankam (grandios als Nelly: Bayan Layla), sogar geghostet wurde. Selbst die Psychotherapeutin bleibt Nelly gegenüber reserviert.

Der Film ist mehr Psychodrama denn Krimi, die tragische Geschichte einer jungen Frau, die nirgends angekommen ist. Eine Abwärtsspirale. Selten ist den Stuttgarter Ermittlern Bootz (Felix Klare) und Lannert (Richy Müller) ein Fall so an die Nieren gegangen.

Es ist, als würde ich ganz laut um Hilfe rufen, aber es hört mich keiner.

Nelly Schlüter (Bayan Layla), das Opfer aus dem Stuttgarter „Tatort“

Mit dem Thema Depressionen und Suizidalität wagt sich dieser „Tatort“ an ein berührend-schwieriges Thema (Buch: Katrin Bühlig), dass durch das Internet noch eine gefährliche Aufladung bekommen hat.

Dort gibt es sogenannte Suizidforen mit regem Austausch zwischen Menschen, die sich in Lebenskrisen befinden, wie Nelly, die sich in einem Forum mit dem Titel „Überlebe wenigstens bis morgen“ Hilfe versprochen hat (was den merkwürdigen Titel dieses TV-Krimis erklärt).

Einige Angebote bieten konstruktive Hilfe, andere sind problematisch, weil sie Betroffene in ihren Suizidabsichten bestätigen. In diesen prosuizidalen Foren wird der Suizid als alleinige, alternativlose Lösung dargestellt. Wohin kann das führen?

Es ist gut, dass der „Tatort“ das Thema Suizidalität ausbreitet, auch oder gerade an grauen Novembertagen. Dazu passt der elegisch-schöne Titelsong „Wenigstens bis morgen“ des DDR-Barden Gerhard Gundermann, den man ja kaum im Schwaben-„Tatort“ vermuten würde.

Dieser Fall blickt ganz, ganz tief in die Einsamkeit. Dass die Familie von Kommissar Lannert einst ermordet und Kollege Bootz von Frau und Kindern verlassen wurde, schwingt bei diesem grandiosen „Tatort“ mit. Vielleicht mal wieder Zeit, bei Nachbarn oder Freunden nachzufragen, die man lange nicht mehr gesehen hat.

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