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Deutsches Symphonie-Orchester: Neuigkeiten für die Ohren

2025-05-01
In leben Vom admin

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Das Deutsche Symphonie-Orchester hat Außergewöhnliches zu verkünden bei dieser Pressekonferenz - aber der neue Chefdirigent ist gar nicht da. Sicher, Kazuki Yamada wird sein Amt erst zum Herbst 2026 antreten, doch seit einigen Tagen ist seine Ernennung offiziell – und da hätten die versammelten Medienvertreter dem japanischen Maestro (und Wahlberliner) gerne ein paar Fragen zu seinen Visionen für die Zusammenarbeit mit dem DSO gestellt.

Stattdessen schwärmt die Cellistin Claudia Benker-Schreiber vom DSO-Orchestervorstand vom ersten Kennenlernen: Yamadas „spontanes Musizieren auf Basis guter Probenarbeit“ hat das Orchester vor einem Jahr elektrisiert. Die Chemie stimmte sofort und führte zum „gemeinsamen Atmen“ im Konzert. Gleich im Herbst folgte die Wiedereinladung, aus der eine „Liebesheirat nach nur zwei Dates“ wurde.

Illustration für das DSO in der Saison 2025/26 von Sarah Böttcher.

© DSO/Sarah Böttcher

Leider darf das Berliner Publikum erst im April 2026 an dem jungen Glück teilhaben, wenn Kazuki Yamada ein klassisch-romantisches Programm dirigiert. Im Juni 2026 wird er außerdem beim „Symphonic Mob“ dabei sein, dem populären Event in der Mall of Berlin, bei dem die Profis gemeinsam mit Laien musizieren.

Bereits in diesem Juni dagegen debütiert der designierte DSO-Chef bei den Berliner Philharmonikern – ein wichtiges Engagement für ihn selbst, eine unglückliche Terminwahl für sein künftiges Orchester.

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Alles ist im Wandel

Kompliziert verlief auch der Umzug des Deutschen Symphonie-Orchester aus dem ICC, wo das Orchester in den vergangenen dreieinhalb Jahren seine provisorische Probenstätte hatte, in das neue Domizil nach Reinickendorf: Weil sich im stillgelegten Kongresszentrum im Januar plötzlich sämtliche Rauchklappen öffneten und es dem technischen Personal nicht gelang, sie wieder zu schließen, sanken dort die Raumtemperaturen massiv ab, so dass die sensiblen Instrumente schnellstmöglich in die Wilhelm-Hallen gebracht werden mussten.

Der südafrikanische Cellist Abel Selaocoe ist in der Saison 2025/26 „Artist in Focus“ beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin.

© PHIL SHARP

Dort liefen allerdings noch die Ausbauarbeiten. Mittlerweile aber kann das DSO in dem historischen Backsteinbau von 1902 unter zumutbaren Bedingungen arbeiten. Bald soll das für sieben Jahre angemietete Gebäude voll funktionstüchtig sein, als Probenzentrum mit ausreichend Stimmzimmern für die Musikerinnen und Musiker sowie Büros für das Management-Team.

Programmatischer Paukenschlag

Beim DSO ist derzeit alles im Wandel: Denn Orchesterdirektor Thomas Schmidt-Ott verlässt das Orchester im Juli, sein Nachfolger Christian Beuke kommt von den Münchner Symphonikern. Schmidt-Ott verabschiedet sich mit einem echten programmatischen Paukenschlag vom DSO: Nachdem er zusammen mit Marlene Brüggen, der Leiterin der künstlerischen Planung, vor zwei Jahren die Losung „Kein Konzert ohne Komponistin“ ausgegeben hatte, lautet das Motto für 2025/26 nun „Afridiaspora – Composing While Black“.

Um den pauschalen Begriff „schwarze Komponist:innen“ zu vermeiden, sprechen die beiden Musikwissenschaftler George E. Lewis und Harald Kisiedu, mit denen das DSO kooperiert, von „afrodiasporisch“ und beziehen sich damit auf die „kulturellen, sozialen und historischen Querverbindungen von Menschen afrikanischer Herkunft, die durch Migration, Versklavung oder andere Formen der Zerstreuung in verschiedene Teile der Welt gelangt sind“.

Klassik ist nicht statisch

Dort bringen sie unterschiedlichste Traditionen und Erfahrungswelten in ihre Werke ein, verbinden europäische Kompositionsformen mit afroamerikanischen, afrikanischen oder karibischen. „Klassik ist kein statisches Konstrukt, sondern ein dynamischer, interkultureller Raum“, betont Thomas Schmidt-Ott und wirbt für eine „neue Komplexität“ des Repertoires: Das müsse sich nach allen Seiten hin öffnen für Gruppen, die aus der eurozentristischen Sicht über Jahrhunderte marginalisiert wurden.

Die Werke der Afrodiaspora werden beim DSO nicht in ein Festival ausgelagert, sondern in den Konzertalltag integriert, um die Vielfalt der Musikgeschichte zu feiern. Wobei die Stücke – die ebenso aus der Mozart-Zeit und dem 19. Jahrhundert stammen wie aus der Gegenwart – vom DSO nur in homöopathischer Dosis serviert werden. Im Mittelpunkt der Konzerte stehen weiterhin die Hits des Kanons.

Ehrendirigent Kent Nagano wird vier verschiedene Programme mit dem DSO erarbeiten.

© DSO/Sergio Veranes Studio

Marin Alsop und Eun Sun Kim werden Sinfonien von Johannes Brahms dirigieren. Robin Ticciati kommt für Mahlers „Sechste“ zurück, Markus Poschner leitet Bruckners 9. Sinfonie, Ehrendirigent Kent Nagano, der gleich für vier Programme gewonnen werden konnte, widmet sich unter anderem Richard Strauss und Antonin Dvorak.

Avi Avital wird das Mandolinenkonzert von Johann Nepomuk Hummel spielen, Hélène Grimaud Gershwins piano concerto, Augustin Hadelich das Violinkonzert von Sibelius, Seong-Jin Cho Beethovens 1. Klavierkonzert. Und Abel Selaocoe, der südafrikanische Cellist, Sänger und Bandleader, den das DSO 2025/26 als „Artist in Focus“ präsentiert, bringt ein neues Werk der afroamerikanischen Komponistin Jessie Montgomery zur Uraufführung.

Am selben Abend wird Giancarlo Guerrero auch Debussys „Prélude à l’après-midi d’un faune“ dirigieren und Strawinskys „Le Sacre du printemps“. Solche Programme haben Marlene Brüggen und Thomas Schmidt-Ott im Kopf, wenn sie die Abkürzung DSO für die nächste Spielzeit so aufschlüsseln: „Diversität, Solidarität, Offenheit“.

Klassik Mitte

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