Endlich ist es so weit: Der Frühling steht vor der Tür und die ersten warmen Sonnenstrahlen erfreuen die Berlinerinnen und Berliner. Am Wochenende sollen es bis zu 17 Grad Celsius werden. Herrlich.
Besonders am Samstag soll es sonnig werden, perfekt, um nach draußen zu gehen. Damit Sie die ersten Frühlingstage auch richtig genießen können, haben wir Ihnen sieben Tipps für Freizeitaktivitäten herausgesucht.
1. Angrillen mit Freunden und Familie
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Sobald das Wetter schön ist, wird in Deutschland – und natürlich auch in Berlin – der Grill herausgeholt. Schnell wieder frisch gemacht, wandern Gemüse, Würstchen, Käse und Fleisch zum Brutzeln auf den Rost.
Aber aufgepasst, denn nicht überall darf gegrillt werden. In Berlin gibt es Regeln zum Grillen – und wer sich nicht dran hält, für den wird es teuer. Zum Glück gibt es aber ausgewiesene Plätze, an denen das Grillen von behördlicher Seite erlaubt ist.
In der Regel sind das festgelegte Bereiche in Parks, Grün- und Erholungsanlagen, beispielsweise im Volkspark Friedrichshain oder auf dem Tempelhofer Feld. Die Orte zum Grillen sind entsprechend ausgeschildert.
2. Garten und Balkon frühlingsfit machen
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Die frühlingshaften Temperaturen laden natürlich auch zum Frühstück auf dem Balkon ein – doch dann der Schreck: Wie sieht das denn hier aus? Vertrocknete Pflanzen, von Krähen durchwühlte Blumenkästen und die alte Lichterkette geht auch nicht mehr.
Höchste Zeit, Balkon, Terrasse und Garten in Ordnung zu bringen. Nachdem der Boden und die Möbel vom alten Winterdreck befreit wurden, freuen sich auch Blumenkästen und Beete über ein wenig Zuwendung. Am besten die alte Erde entsorgen und die Kästen mit frischer Erde befüllen. Dann haben die neuen – und vielleicht auch alten – Pflanzen mehr Kraft und halten besser.
Unser Tipp: Unbedingt darauf achten, nur kälteresistente Pflanzen wie Primeln, Narzissen oder Stiefmütterchen zu pflanzen. Nachts wird es nämlich doch noch etwas frischer.
3. Zugvögel bei einem Spaziergang beobachten
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Die Zugvögel kehren allmählich zurück und zeigen sich in großen Formationen am Berliner Himmel. „Es ist viel Bewegung drin“, sagt der Wildtierexperte der Senatsumweltverwaltung, Derk Ehlert auf Nachfrage des Tagesspiegels. „Jeden Tag fliegen derzeit Tausende Gänse in Richtung Osten. Besonders Bläss- und Saatgänse sind derzeit gut zu sehen. Sie verbringen den Winter bei uns und fliegen nun gen Osten Richtung Tundra.“
Auch die ersten Kraniche sind wieder in Deutschland und Berlin angekommen, sagt der Experte. „Sie haben in Spanien und Frankreich überwintert und fliegen nun unter anderem in den Nordosten Deutschlands“.
Am besten ließen sich die Vögel am Vormittag beobachten, das sei ihre vornehmliche Zugzeit. „Am besten geht man dahin, wo man eine weite Sicht hat – etwa der Tegeler See oder der Müggelsee“, sagt Ehlert. Aber auch in der Stadt könne man die Tiere derzeit gut sehen, beispielsweise von Dachterrassen oder erhöhten Gebäuden.
Sein Tipp für die kommenden Tage: Ab auf den Drachenberg. Gerade am frühen Morgen könne man hier die Amseln und andere Vögel singen hören. Oben angekommen, eröffnet sich ein guter Blick über die Stadt. Über dem Grunewald lassen sich dann die Gänse- und Kranichformationen am besten beobachten.
4. Fahrradfahren auf dem Mauerweg
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Wer keine Lust hat, quer durch Berlin zu latschen, der kann sich natürlich auch auf das Fahrrad schwingen. Eine besondere Tour ist dabei der Mauerweg, der mit rund 160 Kilometern tatsächlich eine kleine Herausforderung ist. Aber natürlich muss man den ganzen Weg gar nicht an einem Stück fahren. Der Mauerweg lässt sich hervorragend in drei Routen aufteilen – alle zwischen 50 und 60 Kilometer lang.
Die erste Etappe ist von Hermsdorf bis nach Schönefeld und ist wohl die bekannteste Strecke. Sie führt unter anderem durch das Regierungsviertel und an der East Side Gallery vorbei. Die zweite geht von Schönefeld über Potsdam bis zum Wannsee. Im Gegensatz zur ersten Strecke wird es hier ein wenig grüner. Die Strecke führt beispielsweise am Teltowkanal bis nach Kleinmachnow.
Die dritte Etappe führt dann vom Wannsee zurück nach Hermsdorf. Hier ist einer der schönsten Abschnitte des Mauerwegs versteckt: Rund 10 Kilometer geht ein asphaltierter Weg durch den Spandauer Forst. In einem Bogen um Frohnau geht es zudem an Gedenkstätten und ehemaligen Grenztürmen vorbei. Mit der Wanderapp Komoot lässt sich die gesamte Strecke perfekt nachfahren.
5. Mit der Tram durch den Wald düsen
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Wer auch auf Fahrradfahren keine Lust hat, der kann sich auch einfach durch die Natur fahren lassen. Ein wenig Abstand zur Großstadt bietet da die wohl bekannteste „Waldstraßenbahn“ Berlins. Die Linie 87 (Woltersdorfer Straßenbahn) fährt vom S-Bahnhof Rahnsdorf durch ein Waldgebiet bis zum Ortszentrum von Woltersdorf. Die urige Linie wird oft mit historischen Triebwagen betrieben.
In der Regel fährt die Bahn alle 20 Minuten. Die Strecke gilt als eine der landschaftlich schönsten und charmantesten Überlandstraßenbahnen der Region und ist somit ideal für einen Frühlingsausflug.
6. Eine ruhige Kugel schieben
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Wem das alles zu anstrengend ist, der kann bei frühlingshaftem Wetter auch mal eine ruhige Kugel schieben – beispielsweise beim Boulespielen am Paul-Lincke-Ufer in Kreuzberg. Am späten Nachmittag bis in den Abend sind fast immer Leute da, vor allem bei gutem Wetter. Ein Mix aus Stammspielern, Hobby-Spielenden und spontanen Mitmach-Runden bietet Spaß für alle „Leistungslevel“.
Wem die Kugeln jedoch zu schwer sind, der kann in Berlin auch mit kleinen Plastikbällen bei einer Partie Tischtennis einen entspannten Nachmittag machen. An fast jeder Ecke, auf vielen Spielplätzen und in den Parks gibt es öffentliche Tischtennisplatten zu spielen.
Kleiner Tipp: Die „Ping Pong Map“ erleichtert die Suche nach der perfekten Spielplatte. Auf der Karte werden öffentlich zugängliche Tischtennisplatten angezeigt. Teilweise gibt es dort nicht nur die Adressen, sondern auch kurze Beschreibungen der Standorte, manchmal sogar mit Fotos.
6. Natur mitten in der Hauptstadt
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Frühlingshaftes Wetter lädt auch dazu ein, die Kinder mal zu lüften. Für Groß und Klein bietet sich bei schönem Wetter auch immer ein Ausflug zum Ökowerk am Teufelsberg an. Auf dem Gelände des ehemaligen Wasserwerks im Grunewald bietet die Umweltbildungseinrichtung unter anderem Workshops zu Stadtnatur, Gewässerkunde und nachhaltigem Gärtnern an.
In diesem Jahr gibt es thematische Rundgänge zu Fledermäusen sowie offene Gartentage, bei denen Gäste eigenen Kompost prüfen oder Pflanzen tauschen können. Das Gelände mit Teichen, Bienenhaus und Naturlehrpfaden ist täglich geöffnet.
7. Doch lieber zu Hause bleiben
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Nicht jeden erfreut das Frühlingswetter. Denn pünktlich zu den ersten warmen Temperaturen startet auch die Heuschnupfensaison. Tränende und juckende Augen, eine laufende Nase und Niesreiz quälen dann wieder die Allergiker. Da fällt der Gang vor die Tür doch etwas schwerer.
Doch auch zuhause finden sich Möglichkeiten, den Frühling zu begrüßen. Narzissen und Tulpen können die eigenen vier Wände aufhübschen, und wer ganz viel Elan hat, kann auch schon mal mit dem altbekannten Frühjahrsputz starten. Dann lässt sich das schöne Wetter auch von drinnen viel besser durch die sauberen Fenster beobachten.