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Stand-up-Comedy: Comedy-Szene streitet über Festival in Saudi-Arabien

2025-10-01
In gesellschaft Vom admin

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In der US-amerikanischen Comedy-Szene gibt es Streit über ein Festival in Saudi-Arabien wegen der dort stark eingeschränkten Menschenrechte. Bei dem Festival in der Hauptstadt Riad treten US-Stars wie Dave Chappelle, Kevin Hart, Aziz Ansari, Louis C.K. und Bill Burr auf. „Mehr als 50 der weltbesten Comedians“ sind den Veranstaltern zufolge noch bis 9. Oktober zu sehen. Andere Teile der Branche werfen ihnen vor, für hohe Gagen mit einem stark repressiven Staat zusammenzuarbeiten.

„Ich bin angeekelt und zutiefst enttäuscht über diese ganze widerliche Sache“, erklärte der US-Comedian und Schauspieler David Cross heute, bekannt aus der Comedyserie „Arrested Development“. „Dass Menschen, die ich bewundere, mit unbestrittenem Talent, dieses totalitäre Feudalwesen dulden für (...) ein viertes Haus? Ein Boot? Mehr Turnschuhe?“ Berichten zufolge sollen die Teilnehmer Hunderttausende US-Dollar für ihre Auftritte erhalten. 

Comedian Marc Maron sagte mit Verweis auf den saudischen Kronprinzen und faktischen Herrscher Mohammed bin Salman, der Veranstalter des Festivals sei derselbe Mann, der Journalist Jamal Khashoggi 2018 habe zerstückeln lassen. Der Kronprinz hatte die Verantwortung für Khashoggis Tod übernommen, aber bestritten, die Tötung angeordnet zu haben. 

„Sie haben Sklaven, na und?“

Die Organisation Human Rights Watch warf den Veranstaltern in Riad vor, ihr schlechtes Zeugnis beim Thema Menschenrechte übertünchen zu wollen. Viele der teilnehmenden Comedians würden das Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigen, den Menschen im Land würde dieses aber komplett verwehrt.

Andere Comedians gaben zu, moralische Bedenken in diesem Fall ignoriert zu haben. „Sie haben Sklaven, na und?“, sagte Comedian Tim Dillon offensichtlich scherzhaft in einem Podcast. „Sie bezahlen mir genug, um wegzusehen.“ Dillon wurde nach der Äußerung als Teilnehmer bei dem Festival gestrichen.

Die Komikerin Atsuko Okatsuka teilte in sozialen Medien mit, sie habe eine Teilnehme abgelehnt wegen der strengen Auflagen. Danach sind etwa herabwürdigende Äußerungen über Saudi-Arabien, über dessen Führung oder die Königsfamilie nicht erlaubt. Auch Witze über das saudische Rechtssystem oder Religion seien nicht gestattet. In den USA sind dagegen nahezu alle Witze durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt, auch wenn Gags über besonders sensible Themen zu Kritik oder Boykott-Aufrufen führen können.

Saudi-Arabien gibt seit einigen Jahren gewaltige Summen aus, um große Veranstaltungen in Sport und Unterhaltung auszurichten. Die Schritte sind Teil einer großen Wirtschaftsreform, mit der das Land sich vom Öl unabhängiger machen und für den Tourismus öffnen will. Kritikern zufolge geht es aber auch darum, das Image trotz der Lage der Menschenrechte zu verbessern.

© dpa-infocom, dpa:250930-930-107030/1

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