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38-Jähriger vergewaltigte bewusstlose Abiturientin: Berliner Polizei ermittelt im Fall Marvin S. gegen eigene Kollegen

2025-09-17
In gesellschaft Vom Marius Gerards

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Die Berliner Polizei ermittelt im Fall des verurteilten Vergewaltigers Marvin S. gegen ihre eigenen Kollegen. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf eine Antwort des Berliner Senats auf eine Anfrage der Abgeordnetenhaus-Mitglieder Anne Helm und Niklas Schrader (Linke).

Im Fall S. geht es um eine Vergewaltigung, bei der die Polizei trotz deutlicher Hinweise auf eine Straftat nicht in Richtung einer Vergewaltigung ermittelte. Erst drei Jahre nach der Tat kam es zum Prozess. Der 38-Jährige verabreichte einer damals betrunkenen 20-Jährigen ein Heroin-Kokain-Gemisch, beschmierte die bewusstlose Frau mit frauenverachtetenden Schimpfwörtern und vergewaltigte das Opfer.

Obwohl spätestens bei der Reanimation der Abiturientin frauenverachtende Schmierereien auf ihrem Körper festgestellt wurden, wurden keine Ermittlungen gegen S. eingeleitet. Er selbst kontaktierte den Notruf.

Trotz der Auffälligkeiten gingen Polizisten zunächst nicht von einer Straftat aus. S. sprach damals von einer Art Drogen-Unfall. Mögliche Beweise wurden nicht sofort gesichert. Die Familie der jungen Frau aber bestand auf einer Strafverfolgung.

Wie die beiden Linken-Abgerdneten in ihrer Anfrage formulieren, schließt der Fall „entweder auf strukturelle Defizite bei der Erkennung und Verfolgung sexualisierter Gewalt schließen oder auf ein gravierendes individuelles Fehlverhalten innerhalb der Berliner Polizei“, zitiert der „Spiegel“ die Anfrage in seinem Bericht. In beiden Fällen soll „erheblicher Aufklärungsbedarf“ bestehen.

Christian Hochgrebe, Staatssekretär der Berliner Innenverwaltung, äußerte sich gegenüber dem Medium zu dem Vorfall nicht ausführlicher. In seiner Antwort heißt es: „Dem Senat liegen keine Hinweise auf strukturelle Defizite innerhalb der Polizei Berlin vor.“ Zu Einzelheiten könnten „aufgrund der noch laufenden dienstrechtlichen Ermittlungen keine weitergehenden Aussagen getroffen werden“, heißt es im Bericht. Ein Fragenkatalog ließ die Berliner Polizei laut dem „Spiegel“ unbeantwortet.

S. beschmierte wehrlosen Frauenkörper mit Schimpfwörtern

Am 22. April 2022 lag die junge Frau halb tot in der verwahrlosten Steglitzer Wohnung des einstigen Geschäftsmannes. Ihr Körper war mit frauenverachtenden Wörtern beschmiert. Gegen 13 Uhr alarmierte Marvin S. die Rettungskräfte. Die Abiturientin hatte mit ihrem Schachbrett im Rucksack eine Freundin besucht und machte sich kurz nach Mitternacht auf den Heimweg.

Sie hatte Liebeskummer und zu viel getrunken. An einer Bushaltestelle in Steglitz stand Marvin S. und sprach sie an. Er wirkte charmant. Freiwillig sei die junge Frau mit in seine Wohnung gegangen, so das Gericht. Das Gericht stützte sich bei seinem Schuldspruch auf Videosequenzen, die S. in der Nacht gefertigt hatte, und Chatnachrichten. Im Urteil sprach das Gericht von einem „verstörenden“ Tatbild.

Vergewaltiger Marvin S. wegen weiterer Fälle angeklagt

Im August wurde bekannt, dass zwei weitere Frauen wegen weiterer Vergewaltigungen gegen S. vor Gericht ziehen. Es gehe um vier Taten zulasten der zwei Frauen. Eine soll sich im Februar 2020 zugetragen haben, die anderen drei in der Zeit von März bis Juni 2021. Die Anklage lautet auf Vergewaltigung wehrloser Personen.

Marvin S. soll die Vorfälle mit dem Handy aufgezeichnet haben. Das Gericht hat bislang elf Prozesstage bis Ende November laut Sprecherin geplant. Kommt es zur Verurteilung, strebt die Berliner Staatsanwaltschaft eine Sicherungsverwahrung für den Mann an. (Tsp, dpa)

Berliner Senat Drogen Familie Sexualisierte Gewalt Steglitz-Zehlendorf auf Facebook teilen auf Twitter teilen per WhatsApp teilen auf Pocket teilen

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