Wednesday, Mar 18, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite gesellschaft Paris, mon amour – Berl...

Paris, mon amour – Berlins Opposition hat Fragen: Innensenatorin nahm Ehemann mit zur Ausschusssitzung in Frankreich

2025-07-01
In gesellschaft Vom Alexander Fröhlich

ÄHNLICHE ARTIKEL

Alle Gewinner der Oscar-Nacht: „One Battle After Another“ bekommt den Preis für den besten Film

Die besten Momente der Oscars 2026: Historische Siegerinnen, ein Leo-Meme und Witze über die Trumps

Innensenatorin Iris Spranger (SPD) erntete am Montag im Ausschuss für Verfassungsschutz des Abgeordnetenhauses von der Opposition deutliche Kritik. Der Grund: eine Reise des Ausschusses nach Paris vom 16. bis 19. Juni. Linke und Grüne hatten das Thema auf die Tagesordnung gesetzt.

Ihr Vorwurf: Trotz eines klaren Hinweises von Parlamentspräsidentin Cornelia Seibeld (CDU) nahm Sprangers Mann, der SPD-Fraktionsvizechef Jörg Stroedter, an einer Sitzung des Ausschusses in der deutschen Botschaft mit einer französischen Sicherheitsbehörde teil.

Tagesspiegel Checkpoint: Berlins beliebtester Newsletter

Der schnellste Berlin-Überblick von Montag bis Samstag.

Ich bin damit einverstanden, dass mir per E-Mail interessante Angebote des Tagesspiegels unterbreitet werden. Meine Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Nach Angaben der Vertreter von Linke- und Grüne-Fraktion hatte Seibeld vor der Reise nach Paris darauf hingewiesen, dass Stroedter seine Frau bei der Ausschussreise begleiten dürfe, wenn er die Kosten selbst trage. Allerdings dürfe er nicht an offiziellen Terminen des Ausschusses teilnehmen.

Jörg Stroedter (SPD), stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Berliner Abgeordnetenhaus.

© picture alliance/dpa/Carsten Koall

Nachdem die Abgeordneten bereits am Montag, 16. Juni, angereist waren, sei Spranger tags darauf am Nachmittag eingetroffen – mit fünf Personenschützern.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.

Am Mittwoch, 18. Juni, war der Ausschuss in der Botschaft. Dabei: Jörg Stroedter. Die deutsche Botschaft war nach Angaben des Abgeordnetenhauses vorab nicht über seine Teilnahme an dem Termin informiert. Später führte ein Rundgang zu Orten, an denen Islamisten in Paris Anschläge verübt hatten.

CDU und SPD wollten am Montag im Ausschuss für die Besprechung des Vorfalls die Öffentlichkeit ausschließen. Die Parteien führten als Begründung Datenschutz und Persönlichkeitsrechte ins Feld. Bis dahin war der Name der Senatorin nicht gefallen. Vielmehr war immer nur von einem Senatsmitglied die Rede. Die Sitzung wurde vom Ausschussvorsitzenden Kurt Wansner (CDU) unterbrochen. Schließlich wurde der Fall dann doch öffentlich und mit konkreter Benennung der Senatorin besprochen.

June Tomiak (Grüne) nannte es befremdlich, wenn bei einer Reise des Ausschusses, der für die Kontrolle des Nachrichtendienstes zuständig sei, plötzlich ein Abgeordneter auftauche, der nicht Mitglied sei.

Die Berliner Grünen-Politikerin June Tomiak.

© Ben Gross

Für Niklas Schrader (Linke) ist es kein Problem, wenn ein Senatsmitglied auf Reisen vom Partner begleitet wird und dieser die Kosten selbst trage. Er sei aber irritiert, wenn der Partner dann trotz gegenteiliger Vereinbarung mit der Parlamentspräsidentin plötzlich im Ausschusstermin auftauche, sagte er. Er halte das für unangebracht. Im Ältestenrat des Abgeordnetenhauses habe Seibeld geäußert, dass der Ausschuss die Sache klären müsse.

Spranger erklärte, ihr Mann haben seinen Anteil an der Reise, Flug und Verpflegung selbst gezahlt. Zudem habe er, wie nach dem Schriftverkehr mit der Parlamentspräsidentin vereinbart, nicht am offiziellen Essen des Ausschusses teilgenommen.

Niklas Schrader ist innenpolitischer Sprecher und Mitglied des Vorstands der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus.

© bengross.de

Beim Termin in der Botschaft aber sei es um das Thema Prävention gegen Kriminalität gegangen. Und die sei nicht nur Sache von Polizei und Verfassungsschutz, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und ein übergeordnetes Thema, das auch andere Ausschüsse und Senatsverwaltungen angehe sowie in den Fraktionsvorständen viel diskutiert werde. Deshalb habe sie kein Problem darin gesehen, dass der stellvertretende SPD-Fraktionschef am Termin teilnimmt. Außerdem haben sie Ausschusschef Wansner vorab informiert.

Zweifel an Sprangers Begründung

Tomiak forderte, dass derlei künftig besser organisiert und thematisiert werden müsse. Wansner müsse zudem den Ausschuss nächstes Mal rechtzeitig informieren.

Schrader zeigte sich überrascht von Sprangers Begründung, dass ihr Mann sogar als Abgeordneter teilgenommen habe, also jemand, der die Rechte des Parlaments wahrnehmen will. „Es geht nicht, dass einfach mal jemand aus einem anderen Ausschuss oder dem Fraktionsvorstand kommt“, sagte Schrader.

Als dann auch noch Ario Mirzaie (Grüne) loslegte, verlor Wansner etwas die Fassung. Mirzaie sagte, die „deutsche Delegation“ habe kein gutes Bild abgegeben. Er sei auch irritierend, dass ein Abgeordneter mit „fremden Fachticket“ ohne Anmeldung in der Botschaft dabei gewesen sei, obwohl nicht einmal stellvertretende Mitglieder des Ausschusses mitfahren durften.

Wansner beendete die Debatte: „Ich möchte diesen Punkt abschließen. Wir haben uns jetzt alle ausgetauscht, was möglicherweise falsch gelaufen ist. Beim nächsten Mal wird es anders laufen.“

CDU Die Grünen Frankreich Iris Spranger SPD auf Facebook teilen auf Twitter teilen per WhatsApp teilen auf Pocket teilen

ÄHNLICHE ARTIKEL

Lena Goreliks Roman „Alle meine Mütter“ : Die Scham vor der eigenen Scham

Lena Goreliks Roman „Alle meine Mütter“ : Die Scham vor der eigenen Scham

2026-03-17

Auf einem Bild aus der Kindheit legt die Tochter die Arme um den Hals der Mutter, die Ältere auf dem...

„Würge mich“: Rumäniens ESC-Beitrag sorgt für Diskussionen

„Würge mich“: Rumäniens ESC-Beitrag sorgt für Diskussionen

2026-03-17

Um den rumänischen Beitrag für den diesjährigen Eurovision Song Contest ist eine Debatte entbrannt. ...

Zum Tod des Sammlers Egidio Marzona: Sein Blick auf die Kunst veränderte die Dinge

Zum Tod des Sammlers Egidio Marzona: Sein Blick auf die Kunst veränderte die Dinge

2026-03-17

Wo Egidio Marzona war, war auch die Kunst. Schwer vorstellbar, ein Gespräch mit ihm zu führen, ohne ...

Brandstiftungen: Autobrände vor Gefängnissen – Prozess gegen vier Männer

Brandstiftungen: Autobrände vor Gefängnissen – Prozess gegen vier Männer

2026-03-17

Nach mehreren Fahrzeugbränden vor Gefängnissen kommen vier Männer heute (9.30 Uhr) vor das Landgeric...

Neue Koalition: SPD und CDU besiegeln Koalition in Brandenburg

Neue Koalition: SPD und CDU besiegeln Koalition in Brandenburg

2026-03-17

Gut zwei Monate nach dem Bruch der SPD/BSW-Koalition in Brandenburg wollen SPD und CDU ihr neues Bün...

Nächster Beitrag
Wie gut ist der BER angebunden?: Wirtschaft fordert ICE-Verbindungen zum Hauptstadt-Flughafen

Wie gut ist der BER angebunden?: Wirtschaft fordert ICE-Verbindungen zum Hauptstadt-Flughafen

EMPFOHLEN

Brandstiftungen: Autobrände vor Gefängnissen – Prozess gegen vier Männer

Brandstiftungen: Autobrände vor Gefängnissen – Prozess gegen vier Männer

2026-03-17
Neue Koalition: SPD und CDU besiegeln Koalition in Brandenburg

Neue Koalition: SPD und CDU besiegeln Koalition in Brandenburg

2026-03-17

MEISTGESEHEN

  • Cyberangriffe: Berlin wappnet sich gegen Cyberattacken bei der Wahl

    Cyberangriffe: Berlin wappnet sich gegen Cyberattacken bei der Wahl

  • Havelstadt Brandenburg: Bürgermeister: Statt Internet mehr Orte der Begegnung nötig

  • Wetter: Wann die Sonne wieder herauskommt

  • Vorteil für Migranten bei Behördenjobs : Berlins Justizsenatorin hält Quote und Bevorzugung per Gesetz für verfassungswidrig

  • Verkehr: Wegner: „Berlin autofrei“ überschreitet eine Grenze

  • Großbrand im Märkischen Viertel in Berlin: Ehemalige Kindertagesstätte in Flammen – Feuerwehrmann verletzt

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.