Wednesday, Mar 18, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite wirtschaft „Der Süden bleibt die W...

„Der Süden bleibt die Wachstumslokomotive“: Wirtschaft der Eurozone wächst doppelt so stark wie erwartet

2025-05-01
In wirtschaft Vom admin

ÄHNLICHE ARTIKEL

Alle Gewinner der Oscar-Nacht: „One Battle After Another“ bekommt den Preis für den besten Film

Die besten Momente der Oscars 2026: Historische Siegerinnen, ein Leo-Meme und Witze über die Trumps

Steigende Konsumausgaben und Investitionen haben der deutschen Wirtschaft im ersten Quartal zu einem Wachstum verholfen. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Januar bis März um 0,2 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch zu seiner ersten Schätzung mitteilte.

In der gesamten Euro-Zone wuchs die Wirtschaft zum Jahresanfang doppelt so stark wie erwartet – auch dank der Erholung in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Januar bis März um 0,4 Prozent zum Vorquartal, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit plus 0,2 Prozent gerechnet. In diesem Tempo hatte die Wirtschaft auch im Schlussquartal 2024 zugelegt.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal wuchs die Wirtschaft der Eurozone um 1,2 Prozent, wie Eurostat weiter mitteilte. Hier hatten Ökonomen einen Anstieg um 1,1 Prozent erwartet. Im vierten Quartal hatte das Wachstum ebenfalls bei 1,2 Prozent gelegen.

In Deutschland wurde mit dem Wachstum eine Rezession verhindert: Im Schlussvierteljahr 2024 war Europas größte Volkswirtschaft noch um 0,2 Prozent geschrumpft. Zwei Minusquartale in Folge gelten als technische Rezession.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.

Für den positiven Jahresauftakt sorgten sowohl die privaten Konsumausgaben als auch die Investitionen, erklärten die Statistiker. Beide seien höher gewesen als im Vorquartal. Die Kaufkraft der Verbraucher ist zuletzt durch steigende Löhne und sinkende Inflation gestärkt worden. Die Kreditkosten von Unternehmen sind wegen der sinkenden Leitzinsen der Europäischen Zentralbank gefallen, was bei größeren Investitionen hilft.

Ökonomen erwarten keinen kräftigen Aufschwung

Einen kräftigen Aufschwung erwarten die meisten Ökonomen allerdings nicht. „Das Plus gegenüber dem vierten Quartal sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die deutsche Wirtschaft nicht vor einer langjährigen, kräftigen Erholung steht“, sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Zwar dürfte das riesige Finanzpaket der künftigen Bundesregierung die Konjunktur im kommenden Jahr anschieben. „Aber viele Unternehmen vermissen in Deutschland einen wirtschaftspolitischen Neustart, der nach der jahrelangen Erosion der Standortqualität notwendig wäre.“

Hinzu kommt der von US-Präsident Donald Trump im April eskalierte Handelskrieg mit höheren Zöllen auch auf deutsche Waren. „Kein Zweifel: Deutsche Exporte bekommen einen scharfen Gegenwind durch die US-Wirtschaftspolitik“, sagte Ökonom Michael Herzum von der Fondsgesellschaft Union Investment.

„Der im April in Kraft getretene spürbare Anstieg der Zölle auf Importe aus der EU sowie die Androhung weiterer Zoll-Anhebungen belasteten den weiteren Verlauf der Konjunktur in Deutschland“, sagte auch der Konjunkturchef des Münchner Ifo-Instituts, Timo Wollmershäuser.

Die Bundesbank rechnet durch den von Trump losgetretenen Handelskonflikt mit einem Dämpfer schon im jetzigen Frühjahrsquartal. Die Wirtschaftsleistung könne dann einen Rückschlag erleiden, heißt es im aktuellen Monatsbericht. Die konjunkturelle Grundtendenz bleibe insgesamt weiter schwach. Mitverantwortlich dafür dürften die von Trump verkündeten Zollerhöhungen sein. „Insgesamt bleibt der kurzfristige Ausblick für das Exportgeschäft und die Industrie angesichts der Zollpolitik der US-Regierung trüb“, betonte die Bundesbank.

Der scheidende Wirtschaftsminister Robert Habeck rechnet für das Gesamtjahr 2025 nur mit einer Stagnation, die auf zwei Minusjahre folgen soll. 2026 soll es dann zu einem Wachstum von 1,0 Prozent reichen – auch durch die geplanten milliardenschweren Investitionen der neuen Bundesregierung in Infrastruktur und Aufrüstung.

Die großen Euro-Länder schlugen sich indes unterschiedlich. Die französische Wirtschaft wuchs um 0,1 Prozent und Italiens Wirtschaft legte um 0,3 Prozent zu. Das BIP in Spanien wuchs sogar um 0,6 Prozent. „Der europäische Süden bleibt die Wachstumslokomotive“, sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank. So dürften die europäischen Südländer von einer guten Tourismussaison profitieren.

Exportabhängige Länder wie Deutschland würden dagegen mit Hoffen und Bangen nach Washington schauen. Doch auch in den anderen Euro-Ländern könnte der Zollkonflikt die Entwicklung bremsen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins zuletzt siebenmal in Folge gesetzt. Das macht Kredite billiger - etwa für Investitionen - und könnte so die Konjunktur weiter anschieben.(Reuters, dpa)

ÄHNLICHE ARTIKEL

Lena Goreliks Roman „Alle meine Mütter“ : Die Scham vor der eigenen Scham

Lena Goreliks Roman „Alle meine Mütter“ : Die Scham vor der eigenen Scham

2026-03-17

Auf einem Bild aus der Kindheit legt die Tochter die Arme um den Hals der Mutter, die Ältere auf dem...

„Würge mich“: Rumäniens ESC-Beitrag sorgt für Diskussionen

„Würge mich“: Rumäniens ESC-Beitrag sorgt für Diskussionen

2026-03-17

Um den rumänischen Beitrag für den diesjährigen Eurovision Song Contest ist eine Debatte entbrannt. ...

Zum Tod des Sammlers Egidio Marzona: Sein Blick auf die Kunst veränderte die Dinge

Zum Tod des Sammlers Egidio Marzona: Sein Blick auf die Kunst veränderte die Dinge

2026-03-17

Wo Egidio Marzona war, war auch die Kunst. Schwer vorstellbar, ein Gespräch mit ihm zu führen, ohne ...

Brandstiftungen: Autobrände vor Gefängnissen – Prozess gegen vier Männer

Brandstiftungen: Autobrände vor Gefängnissen – Prozess gegen vier Männer

2026-03-17

Nach mehreren Fahrzeugbränden vor Gefängnissen kommen vier Männer heute (9.30 Uhr) vor das Landgeric...

Neue Koalition: SPD und CDU besiegeln Koalition in Brandenburg

Neue Koalition: SPD und CDU besiegeln Koalition in Brandenburg

2026-03-17

Gut zwei Monate nach dem Bruch der SPD/BSW-Koalition in Brandenburg wollen SPD und CDU ihr neues Bün...

Nächster Beitrag
Trump macht der Industrie im Ländle zu schaffen : „Wir erleben einen regelrechten Strukturbruch“

Trump macht der Industrie im Ländle zu schaffen : „Wir erleben einen regelrechten Strukturbruch“

EMPFOHLEN

Urlaub: Mietwagen zu Ostern teurer - in Österreich billiger

Urlaub: Mietwagen zu Ostern teurer - in Österreich billiger

2026-03-17
Debatte um Schienenmaut: Gutachten sieht keine Finanzierungslücke bei Umstellung von Voll- auf Grenzkosten

Debatte um Schienenmaut: Gutachten sieht keine Finanzierungslücke bei Umstellung von Voll- auf Grenzkosten

2026-03-17

MEISTGESEHEN

  • Verspätungen: So viel Entschädigung zahlte die Bahn 2025 an Reisende

    Verspätungen: So viel Entschädigung zahlte die Bahn 2025 an Reisende

  • Hessens Ministerpräsident zeigt sich skeptisch: Unicredit legt Übernahmeangebot für Commerzbank vor

  • Finanzbranche: Unicredit legt Übernahmeangebot für Commerzbank vor

  • Iran-Krieg: Spritpreise steigen am Wochenende leicht

  • Tarifverhandlungen Nahverkehr: Verdi ruft zu ÖPNV-Warnstreiks in mehreren Bundesländern auf

  • Vereinigung Cockpit: Piloten stimmen auch bei Eurowings für Streik

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.