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Gewalteskalation in Mexiko: Sorge über Unruhen bei WM-Mitgastgeber

2026-02-25
In sport Vom admin

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DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat die jüngste Gewalteskalation in Mexiko wenige Monate vor der Fußball-WM als „erschreckend“ bezeichnet. In der Fußball-Welt wachsen angesichts der Ereignisse im Land des Co-Gastgebers die Sorgen um die Sicherheit bei dem Turnier. „Wir haben alle natürlich die Hoffnung, dass sich das in den nächsten Tagen und Wochen wieder beruhigt, bis die WM losgeht“, sagte Völler bei der dpa-Chefredaktionskonferenz in Berlin.

Seit das Militär in dem Land den mächtigen Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes - auch bekannt als „El Mencho“ – tötete, setzen dessen Anhänger Autos, Banken, Tankstellen und Läden in Brand und errichten Straßensperren.

Besonders betroffen von den Unruhen ist der Bundesstaat Jalisco mit der Hauptstadt Guadalajara, in der eines der drei mexikanischen WM-Stadien steht und zwei Teams – Kolumbien und Südkorea – ihr Camp geplant haben. In der Millionenmetropole sind vier WM-Vorrundenspiele angesetzt, darunter auch das Match von Europameister Spanien gegen Uruguay.

Militär auf den Straßen von Mexico City nach der Tötung des Drogenbosses „El Mencho“.

© imago/Xinhua

Insgesamt steigen in Mexiko 13 Spiele dieser XXL-WM, neben Guadalajara sind Mexiko-Stadt sowie Monterrey die weiteren Gastgeberstädte. In Mexiko haben Uruguay (Playa del Carmen) und voraussichtlich auch Südafrika (Pachuca) ihre WM-Quartiere vorgesehen. Bereits Ende März und Anfang April sollen in Guadalajara und Monterrey zudem jeweils zwei internationale Play-off-Partien stattfinden zur Ermittlung der letzten beiden WM-Teilnehmer. Der Fußball-Weltverband Fifa war für eine Reaktion auf die Lage angefragt.

USA als Gastgeber im politischen Gegenwind

Zuletzt war unter anderem der Konflikt zwischen den USA und den europäischen Nato-Staaten wegen der Besitzansprüche von US-Präsident Donald Trump auf Grönland in den Vodergrund gerückt. Auch das teils brutale Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten in den Vereinigten Staaten, bei dem auch zwei Menschen getötet wurden, hatte für politische Debatten um den WM-Mitgastgeber USA gesorgt.

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Der DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig sagt dazu: „ Wir sind ein Sportverband. In erster Linie wollen wir Spiele gewinnen. Wir fahren in die USA, um erfolgreich zu sein und unsere Fans mit unserem Fußball zu begeistern“, sagte Rettig. „Natürlich sagen wir, wenn uns etwas nicht gefällt. Aber wir wollen und müssen das während des Turniers von der Mannschaft fernhalten.“

Politische Diskussionen sollen bei der Fußball-WM in diesem Sommer nach seiner Ansicht möglichst von der deutschen Nationalmannschaft ferngehalten werden. „Aber gerade mit den negativen, in Katar gemachten Erfahrungen ist klar: Du darfst solche Diskussionen nicht in die Kabine lassen. Das Thema darf uns keine Kraft und Energie kosten“, sagte Rettig der „Augsburger Allgemeinen“.

Jeder kann seine Meinung sagen, aber nicht am Tag vor dem Spiel

Rudi Völler 

Bei der WM in Katar 2022 hatte es unter anderem große Debatten um die Regenbogen-Kapitänsbinde gegeben. Ähnlich wie Rettig hatte sich zuvor schon DFB-Sportdirektor Rudi Völler geäußert. „Wir sind vor Ort, um Fußball spielen“, sagte Völler bei der dpa-Chefredaktionskonferenz in Berlin über das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada. „Es gibt keine Maulkörbe, jeder kann seine Meinung sagen und kann auch Dinge kritisch sehen, aber nicht am Tag vor dem Spiel“, sagte der Weltmeister von 1990.

Nachdem zuletzt noch die Situation bei Co-Gastgeber USA mit dem heftigen Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten für Empörung und Boykott-Aufrufe gesorgt hatte, rückt nun Mexiko in den Fokus. „Die Lage lässt die internationalen Alarmglocken schrillen, besonders in Bezug auf die Sicherheit der Besucher und die Organisation in einem der Hauptaustragungsorte des Turniers“, schrieb die Zeitung „AS Mexico“. Das dritte Austragungsland der Weltmeisterschaft 2026 ist Kanada.

Wegen der Unruhen wurden am Sonntag unter anderem zwei Erstligaspiele in Mexiko abgesagt. Die mexikanische Nationalmannschaft will in dieser Woche in der Stadt Queretaro – zwischen Guadalajara und Mexiko-Stadt gelegen – eigentlich ein Freundschaftsspiel gegen die Auswahl Islands bestreiten. Ob dieses wie geplant stattfinden kann, das war zunächst offen. Der isländische Verband veröffentlichte noch am Montagmorgen Trainingsbilder aus Mexiko.

Tennisturnier in Acapulco findet wie geplant statt

Von den gewalttätigen Protesten nach dem Tod des Drogenbosses sollen etwa 20 der 32 mexikanischen Bundesstaaten betroffen sein, schrieben lokale Medien. Es habe Tote und Verletzte gegeben; eine offizielle Zahl gab es nicht. Mehrere Botschaften anderer Länder – darunter auch Deutschlands – riefen ihre Bürger dazu auf, wachsam zu sein und eventuell Hotels nicht zu verlassen.

In dieser Woche sind zudem Tennisstars wie Alexander Zverev beim ATP-Turnier von Acapulco im Einsatz. Die Organisatoren teilten mit, dass das Event wie geplant und unter normalen Bedingungen ausgespielt werden soll. (dpa)

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