Monday, May 04, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite politik „Papier-Prozesse aus de...

„Papier-Prozesse aus der analogen Welt“: Länder setzen Digitalleistungen für Bürger nur schleppend um

2025-04-09
In politik Vom admin

ÄHNLICHE ARTIKEL

Eingerostete Gelenke, morgendliche Anlaufschmerzen: Die große Mehrheit der Älteren leidet darunter

Spiel über Fritz Bauer: Deutscher Computerspielpreis geht nach Berlin

Die Digitalisierung in Deutschland kommt nur langsam voran. Von den 575 staatlichen Leistungen, die laut Onlinezugangsgesetz (OZG) bis Ende 2022 für die Bürger hätten nutzbar sein sollen, waren Anfang Januar 2025 laut dem neuen „Behörden-Digimeter 2025“ des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) nur 196 flächendeckend verfügbar.

Spitzenreiter unter den Stadtstaaten sei Hamburg, heißt es in der Reuters vorliegenden Untersuchung im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Hamburg bietet danach 290 Dienstleistungen online an. Unter den Flächenländern liegt Bayern an der Spitze, allerdings nur mit 276 Angeboten für alle Bürger. Dazu kommen allerdings noch Angebote, die in einzelnen Gemeinden, aber nicht flächendeckend vorhanden sind. Hier liegt Nordrhein-Westfalen vorne.

Digitalisierungs-Elan ist in den Bundesländern nicht zu erkennen.

Aus der Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft

Im ersten Quartal 2025 habe Hessen Tempo gemacht und bis zum 1. April 21 zusätzliche OZG-Angebote flächendeckend eingerichtet, heißt es in dem Gutachten. In Thüringen seien dagegen Angebote wieder abgeschaltet worden. „Digitalisierungs-Elan ist in den Bundesländern nicht zu erkennen“, heißt es. In der Studie werden 11.000 „Insellösungen“ einzelner Verwaltungen erwähnt.

„Bislang ist die OZG-Umsetzung neben dem föderalen Struktur-Chaos, unzureichenden Mitteln und unzureichendem Willen auch daran gescheitert, dass keine Aufgaben- und Prozesskritik erfolgt ist, sondern versucht worden ist, historisch gewachsene, komplizierte Papier-Prozesse aus der analogen Welt Eins-zu-eins in digitale Lösungen zu übersetzen“, lautet das Fazit.

In der Studie wird von einem „desaströsen Bild“ im europäischen Vergleich gesprochen. Deutschland liege beim E-Government in der EU nur im unteren Mittelfeld. Bei vorausgefüllten Formularen liege Deutschland sogar nur auf dem vorletzten Platz der 27 EU-Staaten. Der Bürokratieabbau sei ebenfalls nicht vorangekommen. Die Zahl der Einzelregulierungen aus Gesetzen und Verordnungen sei in den vergangenen zehn Jahren sogar um 21 Prozent auf fast 97.000 angewachsen.

Die INSM fordert deshalb von der neuen Bundesregierung mehr Tempo. Mit Blick auf die unterschiedlichen Ebenen von Bund, Ländern und Kommunen heißt es, es sei wichtig, dass der Bund mehr Koordinierungsrechte erhalte, möglichst durch eine Grundgesetzänderung oder einen Staatsvertrag. Wichtig sei zudem die Wiedereinführung einer Deadline für die Umsetzung der OZG-Dienstleistungen. Gesetze müssten digitaltauglich formuliert werden und die elektronische Identität (E-ID) für die Identifizierung beim Online-Bürgeramt besser durchgesetzt werden. (Reuters)

Bayern Die EU Digitalpolitik Hamburg Hessen Nordrhein-Westfalen Thüringen

ÄHNLICHE ARTIKEL

Die Komödie „Gavagai“ im Kino: Ist das gut gemeint oder schon Rassismus?

Die Komödie „Gavagai“ im Kino: Ist das gut gemeint oder schon Rassismus?

2026-05-01

Den Vorwurf der Bürgerlichkeit will Maja nicht auf sich sitzen lassen. Schauspiel und Theater sind z...

Konservative Zuschauer im Blick: Amazon denkt angeblich über Neustart der Trump-Show „The Apprentice“ nach

Konservative Zuschauer im Blick: Amazon denkt angeblich über Neustart der Trump-Show „The Apprentice“ nach

2026-05-01

Kommt Donald Trumps alte Erfolgsshow zurück? Der US-Konzern Amazon prüft laut Medienberichten einen ...

Tori Amos, Pigeon, Maya Hawke, The Black Keys: Die Alben der Woche im Soundcheck

Tori Amos, Pigeon, Maya Hawke, The Black Keys: Die Alben der Woche im Soundcheck

2026-05-01

Jeden Freitag stellen vier Popmusikjournalistinnen und -journalisten ab 21 Uhr ihre Alben der Woche ...

Zum Tod von Georg Baselitz: Der letzte große Expressionist

Zum Tod von Georg Baselitz: Der letzte große Expressionist

2026-05-01

Einfach eklig, diese Füße. Übergroß nehmen sie jeder eine ganze Leinwand ein: nackte, aufgeschwollen...

Mit 88 Jahren: Maler und Bildhauer Georg Baselitz gestorben

Mit 88 Jahren: Maler und Bildhauer Georg Baselitz gestorben

2026-05-01

Der Maler und Bildhauer Georg Baselitz ist tot. Er starb im Alter von 88 Jahren, wie seine Galerie u...

Nächster Beitrag
„Ich hasse die Meinungsfreiheit!“: Journalist erhält Bewährungsstrafe für Post zu Faeser

„Ich hasse die Meinungsfreiheit!“: Journalist erhält Bewährungsstrafe für Post zu Faeser

EMPFOHLEN

Angriffe auf das deutsche Stromnetz : In Bayern Verschlusssache, in Hamburg nicht

Angriffe auf das deutsche Stromnetz : In Bayern Verschlusssache, in Hamburg nicht

2026-05-01
Klingbeils Erzählung vom konsolidierten Haushalt: Das soll gutes politisches Handwerk sein?

Klingbeils Erzählung vom konsolidierten Haushalt: Das soll gutes politisches Handwerk sein?

2026-05-01

MEISTGESEHEN

  • Neue Landesregierung: CDU und SPD in Rheinland-Pfalz einigen sich auf Koalition

    Neue Landesregierung: CDU und SPD in Rheinland-Pfalz einigen sich auf Koalition

  • Migrationspolitik: Weniger Abschiebungen – auch eine Folge des Iran-Kriegs?

  • Söder bietet Kompromiss an: SPD lehnt Abschaffung des Soli ab und will Reichensteuer früher greifen lassen

  • Bündnisverteidigung: Bereit zum „fight tonight“ - Merz besucht die Truppe

  • Nato: Was ein Teilabzug der US-Truppen bedeuten würde

  • Die Regierung verschleißt jeden guten Willen: Deutschland driftet – Führung gesucht

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.