Vielleicht haben Sie sich dieser Tage auch an einem Jahresrückblick versucht? Falls Sie das Gefühl hatten, dass aus 2025 nicht viel hängengeblieben ist – wir merken uns vor allem Neues und Emotionen, sagen Psychologen, und eben nicht das 200. Mal Wäsche aufhängen.
Was uns zum Tipp der Woche bringt: Kaufen Sie sich jetzt schon Karten für ein Festival, dann gibt es a) eher noch welche und b) Sie können sich monatelang darauf freuen. Viel Spaß beim Planen, Aussuchen (und Wäsche falten).
1 Lollapalooza
© IMAGO/Votos - Roland Owsnitzki
Für Musikfans, die nicht gern campen: Das ursprüngliche US-Festival Lollapalooza lockt bereits seit elf Jahren auch in Berlin Zehntausende von Zuschauerinnen an.
Kein Wunder, schließlich treten jedes Jahr internationale Größen der Pop- und Rockmusik auf. Dieses Jahr findet das Festival am 18. und 19. Juli im Olympiapark statt.
Ein paar Acts wurden bereits bekannt gegeben: Mit dabei sind der US-Rapper Pitbull (etwa bekannt für den Song „Hotel Room Service“), die britische Musikerin Lily Allen, die dieses Jahr mit ihrem Album „West End Girl“ über ihre Trennung ein Comeback feierte, und die neuseeländische Indiepop-Sängerin Lorde, die 2013 mit 16 Jahren mit ihrem Album „Pure Heroine“ berühmt wurde und dieses Jahr das Album „Virgin“ veröffentlichte.

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Auch der Deutschpop-Sänger Zartmann tritt auf. Man darf gespannt bleiben, weitere Acts werden noch verkündet.
Abseits der großen Bühnen gibt es weitere Bereiche, wie das „Fashionpalooza“, den umweltbewussten „Grünen Kiez“ oder das Kinderprogramm „Kidzapalooza“. Die Early-Bird-Tickets sind ausverkauft, Weekend-Pässe sind aber immer noch erhältlich. (ero)
Das Riesige
Wo: Olympiapark, Friedrich-Friesen-Allee, Westend, Sa/So 18. und 19.7.
Tickets: ab 199 Euro, online hier.
2 Citadel Music Festival
© Citadel Music Festival/Promo
Die Renaissance-Festung ist eine der beliebtesten Open-Air-Konzertlocations Berlins. Im Vergleich zu Waldbühne oder Wuhlheide ist die Zitadelle niedrigschwellig: Gut 9000 Menschen finden hier Platz, aber auch mit weniger Besuchern wirkt das Areal nicht verwaist.

Der schnellste Berlin-Überblick von Montag bis Samstag.
Das Programm des Citadel Music Festivals ist 2026 beherzt heterogen: Den Auftakt machen die Reggae-Spaßvögel Fat Freddy’s Drop (Foto, 5.6.), dann geht es munter weiter mit Indie-Helden (Pixies, 30.6.), Southern Rock (Kings Of Leon, 18.6.), Synthiepop (OMD, 18.8.) oder Chansons (Zaz, 21.8.).
Auch einheimische Pop-Größen wie Culcha Candela (27.6.), Mark Forster (18.7.) oder die Antilopen Gang (15.8.) wissen die Zitadelle zu schätzen. (wun)
Das Heterogene
Wo: Zitadelle Spandau, Am Juliusturm, Fr 5.6. bis Do 29.8.
Tickets: ab 52 Euro, online hier.
3 Jenseits von Millionen
© promo/Nikolas-Petros Androbik
Ja, es stimmt, man kauft momentan bei „Jenseits von Millionen“ noch die Katze im Sack. Denn das Line-up für dieses charmante kleine Festival im südlichen Brandenburg steht noch gar nicht fest.
Aber das ehrenamtliche Team ist seit 2009 am Start und hat es bisher noch jedes Jahr geschafft, tolle Künstler, Künstlerinnen und Bands auf den historischen Burghof zu locken.
2025 waren zum Beispiel Ebow (Foto) und Isolation Berlin dabei, in den Vorjahren angesagte Acts wie Steiner & Madlaina, Blond, Die Liga der Gewöhnlichen Gentlemen oder Die Sterne.
Seit einigen Jahren gibt es auch eine Lesebühne, der Gewinn geht komplett an Kinderhilfsorganisationen. (ans)
Klein und fein
Wo: Burg Friedland, Pestalozzistr. 3, Fr/Sa 7. und 8.8.
Tickets: Early-Bird-Tickets 45 Euro (beide Tage, inklusive Camping), online hier.
4 Fusion
© dpa/Jens Büttner
Ganz andere Klientel, aber ähnliche Probleme: Karten für die Fusion, eine selbst ernannte „Parallelgesellschaft“, sind fast so schwer zu bekommen wie für ein Taylor-Swift-Konzert. Dabei ist das Gelände riesig.
Man muss sich für die Verlosungen registrieren (schon vorbei) oder es bei der Ticketbörse versuchen. Nur dort dürfen Fans doch nicht genutzte Karten verkaufen (startet ab 5. Mai).

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Eine kleine zusätzliche Chance für das 27. Fusion Festival gibt es noch: Ab dem 5. Februar startet ein Vorverkauf für Sonntagstickets, gültig am letzten Tag (wo viele schon abreisen) ab 8 Uhr morgens. (ans)
Das Begehrte
Wo: Am Flugplatz 1, Lärz, Mecklenburg-Vorpommern, Mi-So 24. bis 28.6.
Tickets: 220 Euro, Ticketbörse ab 5. Mai hier, Sonntagsticket 65 Euro, Verkauf ab 5. Februar hier.
5 Klassentreffen
© MURAT ASLAN
Ganz schön auf Nostalgie macht das Klassentreffen Festival, das an zwei Tagen das „große Wiedersehen“ deutscher Hip-Hop-Künstler feiert und Künstler und Künstlerinnen zusammenbringt, die den Sound des Genres geprägt haben.
Aufgrund des Festival-Namens mag das Sinn ergeben. Doch das Line-up verspricht auch ohne den sehnsuchtsvollen Blick zurück ein Wochenende mit Beats, Rhymes und Hip-Hop-Kultur.
Neben Sido sind mit Kool Savas, Max Herre & Joy Denalane, Afrob & Ferris MC, Eko Fresh prominente Acts angekündigt, die mit ihrem Swag auch heute noch Hallen füllen.
Das Nostalgische
Wo: Zentraler Festplatz, Kurt-Schumacher-Damm 207, Wedding, Fr/Sa 29. und 30.8.
Tickets: 197 Euro, online hier.
6 Nation of Gondwana
© Amelie Kahn-Ackermann
Man lernt ja nie aus. Gondwana war ein riesiger Südkontinent der Erdgeschichte, der Afrika, Südamerika, Indien, Australien, Antarktika und mehr umfasste, bis er vor Millionen von Jahren zerbrach.
Heute steht der Name für verschiedene Orte (wie einen Urzeitpark im Saarland), Organisationen (Gondwana Collection Namibia) oder für das jährlich stattfindende alternative Freiluft-Musikfestival für elektronische Musik: Die Nation of Gondwana.
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Die Veranstalter organisieren das Festival unter dem Namen „Pyonen“. Seit 1999 hat sich als fester Veranstaltungsort eine Waldlichtung mit anliegendem See bei Grünefeld, einem Ortsteil der Gemeinde Schönwalde-Glien, etabliert, für 8000 Besucher. (meh)
Das Erleuchtete
Wo: Waldsee bei Grünefeld/Schönwalde-Glien, Do-So 16. bis 19.7.
Tickets: 240 Euro, bis 24 Jahre 200 Euro, online hier.
7 Zurück zu den Wurzeln
© Wurzelfestival
80 Kilometer südlich von Berlin, versteckt im Wald, liegt ein märchenhafter Ort, der bevölkert ist von freundlichen Menschen. Auf einem riesigen Gelände bei Jüterbog, das früher mal ein Flugplatz war, kann die Fantasie abheben: Die kreativ-nachhaltige Szenerie ist bunt beleuchtet, zwischen den zehn Floors mit Musik von Techno bis Punk gibt es ein breites Angebot an 80 Workshops und Veranstaltungen, von Lachyoga bis Poetry Slam.
Wichtig ist den Veranstalter:innen, dass alle Spaß haben. Deshalb sind die Infrastruktur und die Kommunikation barrierefrei. (ipa)
Das Fantastische
Wo: Niedergörsdorf, OT Altes Lager, Flugplatzweg 6, Festival: Do-Mo 4. bis 8.6., Anreise: Mi 3.6., ab 12 Uhr
Tickets: 259 Euro, Inklusionsticket 149 Euro, online hier.