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Mode-Inspiration für den Herbst: Was Berliner von den Promis lernen können – und was nicht

2025-09-17
In gesellschaft Vom Tobias Langley-Hunt

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In gewissen Kreisen gilt die Binse: Sobald die Temperaturen sinken, zieht man wieder mehr an. Der September ist also der Modemonat und richtungsweisend für das, was oberflächlich kommen mag. Weil das so ist, können die Roter-Teppich-Looks der Stars dieser Tage ganz besonders genau betrachtet werden. Hier zeigt sich, welche prognostizierten Trends sich durchzusetzen scheinen, was sich auch für den Alltag eignen könnte und wovon man vielleicht lieber die Finger lässt.

Am vergangenen Wochenende wurden in Los Angeles die US-amerikanischen Fernsehpreise, die „Emmys“, verliehen. Die Oscars des Herbsts, sozusagen. Und nicht wenige Looks sind so oder so ähnlich auch auf Berliner Straßen tragbar. Ein Überblick.


Zoo-Besuch mit Sarah Paulson

Sarah Paulson in einem schulterfreien Kleid von Marc Jacobs.

© REUTERS/David Swanson

Federn, ob künstlich oder von echten Vögeln, sind hoch im Kurs. Schauspielerin Sarah Paulson macht es mit einem Kleid von Marc Jacobs vor. Einige spitzfindige Modeexpertinnen in entsprechenden Publikationen meckerten zwar, dass der Schnitt in Paulsons Fall nicht besonders schmeichelhaft gewesen sei. Bei einem Ausflug, zum Beispiel in den Berliner Zoo, würde sie so oder so für Aufmerksamkeit sorgen.

Auch farblich macht sie alles richtig. Leuchtende Brauntöne machen sich ganz wunderbar vor güldenem Laub. Nimmt geneigter Modeliebhaber das zum Vorbild, muss er oder sie natürlich nicht gleich zur Robe greifen. Gefiederte Accessoires tun es auch.

Kulturhistorisch sind Federn seit eh und je ein Zeichen von Dekadenz, das hat sich seit dem Viktorianischen Zeitalter nicht geändert. Spätestens seit den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts zeugen sie aber auch von einem ausschweifenden Eskapismus. Das Bedürfnis im übertragenen Sinne wegfliegen zu wollen, sollte man der Trägerin wohl auch dieser Tage nicht allzu übel nehmen.


Ein bisschen Goth mit Catherine Zeta-Jones

Catherine Zeta-Jones in einem Goth-Kleid von Yara Shoemaker.

© REUTERS/Daniel Cole

Seit einigen Jahren haben Stylisten die Angewohnheit, die Garderobe ihrer Kunden passend zu deren aktuellen Rollen auszuwählen. Dass Catherine Zeta-Jones zum verführerischen trägerlosen Goth-Kleid aus dem Hause Yara Shoemaker griff, überrascht also wenig. Die Schauspielerin mimt in der Erfolgsserie „Wednesday“ wieder die immer und überall schwarztragende, hexengleiche Morticia Addams.

Auch unabhängig von beruflichen Hintergründen macht sie damit nichts falsch: Im Herbst funktioniert Friedhofskleidung immer und zu jeder Gelegenheit. Außerdem steht bei ihrer Version das Spitzen-Top im Fokus, damit deckt sie einen weiteren, ziemlich angesagten Herbst-Trend ab.

Gothic, zu Deutsch „gotisch“, gilt seit Ende der 1970er als eigenständiger Stil, der in Abwandlungen seither immer irgendwie angesagt ist. Mit der historischen Epoche hat das Ganze nichts zu tun, sondern bezieht sich auf die Subkultur, deren Anhänger Fans des düsteren Rockmusikgenres waren und sind.


Auf dem Weg zur Friedensdemo mit Megan Stalter

Megan Stalter in Jeans, T-Shirt und einer Handtasche, die einen „Waffenstillstand“ fordert.

© REUTERS/Daniel Cole

Ziemlich ernst meinte Komikerin Megan Stalter ihre Kleiderwahl. Sie verzichtete auf Abendgarderobe und kam in Jeans und weißem T-Shirt. Das kann man geschmacklos finden oder provokativ – Stalter ging es wohl um letzteres. Auf ihre Handtasche hatte sie nämlich die Botschaft „Ceasefire!“, also „Waffenstillstand!“, gepinnt.

Damit würde sie in Berlin nicht weiter auffallen, entsprechende Botschaften auf entsprechenden Demos sind ja auch hier für manch einen ziemlich „trendy“ und gleichzeitig ziemlich unverfänglich.

Wäre Stalter Mitglied des Bundestages, fände deren Präsidentin und Deutschlands strengste Modekritikerin Julia Klöckner den Sticker übrigens tatsächlich provokant. Die CDU-Politikerin reagierte in der jüngeren Vergangenheit bekanntlich äußerst empfindlich auf inhaltliche Fashion-Statements.


Power Dressing mit Cate Blanchett

Cate Blanchett in einem Anzug von Armani Privé.

© REUTERS/Daniel Cole

Einschlägige Modemagazine wissen, diesen Herbst und kommenden Winter trägt Frau Bürokleidung. Dass das „Power Dressing“ genannt wird, ist mindestens albern, maximal aber ziemlich „Last Season“. Dass sich Macht bei Frauen durch das Tragen von Anzügen definieren würde, versuchte man schon Alt-Kanzlerin Angela Merkel zu unterstellen.

Dass ein gut geschnittener Ein- bis Dreiteiler nichtsdestotrotz ziemlich schick sein kann, beweist Schauspielerin Cate Blanchett. Ihr Modell auf dem roten Teppich der Emmy-Awards ist von Armani Privé, also Couture und unbezahlbar, findet sich in ähnlicher Ausführung aber auch zu erschwinglicheren Preisen bei der Konkurrenz. Tragen lässt sich der Look übrigens bei vielen Gelegenheiten und nicht nur zur Machtdemonstration am Arbeitsplatz.


Pilze sammeln mit Parker Posey

Parker Posey in einem fliederfarbenen Ensemble von Alessandro Michele.

© REUTERS/Daniel Cole

Den leicht angestaubten Vintage-Chic machte der italienische Designer Alessandro Michele in den vergangenen Jahren bei Gucci populär. Jetzt arbeitet er für Valentino und findet ihn offenbar immer noch modern. Was für ihn spricht: Er hat Fans, die das auch so sehen.

Die Schauspielerin Parker Posey etwa. Ihr fliederfarbenes Ensemble, das ein bisschen so aussieht, als würde sie drei Nachthemden übereinander tragen, können Berliner Nachahmerinnen für deutlich weniger Geld bei Second-Hand-Laden-Ketten wie zum Beispiel Humana finden. Den Look komplett machen würden ein rustikaler Korb und ein farblich passendes Kopftuch.

In der Montur lässt sich dann die beliebte Berliner Herbstbeschäftigung Pilzesammeln in Angriff nehmen. Der Ausdruck „Altweibersommer“ hat dabei aber einen ganz anderen Ursprung: Im September erinnern mit Tau behangene Spinnennetze gewisse Leute an die Haare und oder Tücher älterer Frauen – oder so ähnlich.


Und was machen die Männer?

Jon Gries kam im Jacquemus-Anzug.

© REUTERS/David Swanson

Wenigstens in Berlin kann sich der Mann auch an der Damen-Garderobe orientieren. Oder auch nicht. Das steht ihm frei. Besonders angesagt ist bei ihm der sogenannte „Gorpcore“. Gorp ist ein Akronym der Phrase „Good Ol’ Raisins and Peanuts“, zu Deutsch „Studentenfutter“, was wohl gern auf Wanderungen gegessen wird. Gemeint ist nämlich der klassische Outdoor-Look, sprich wind- und wetterfeste Kleidung.

Eine Rote-Teppich-Interpretation für das bodenständige Textil präsentiert Schauspieler Jon Gries mit einem Anzug von Jacquemus.

Owen Cooper trug bei den Emmys Gap.

© REUTERS/David Swanson

Auch Owen Cooper, der mit 15 Jahren für seine Rolle in der Serie „Adolescence“ als jüngster männlicher Schauspieler aller Zeiten mit einem Emmy ausgezeichnet wurde, zeigt mit einem Ensemble von Gap, wie man den praktischen Trend schick umsetzen kann.

Abseits von glamourösen Abendveranstaltungen lässt sich das ganze auch recht einfach mit einer ganz normalen Regenjacke übersetzten. Ziemlich herbstlich.

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