Sunday, Feb 01, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite gesellschaft Fernsehen: Eine Liebese...

Fernsehen: Eine Liebeserklärung an die Provinz

2025-07-01
In gesellschaft Vom admin

ÄHNLICHE ARTIKEL

Daten des Robert Koch-Instituts: Fast jeder Zweite erkrankt im Leben an Krebs

Nicki Minaj ist „der größte Fan des Präsidenten“: Diese US-Stars halten Donald Trump die Treue

Wissen Sie, wie ein Okapi aussieht? Diese seltsam unförmige Waldgiraffe, die wirkt, als sei sie aus verschiedenen Tieren zusammengesetzt? Nein? Seien Sie froh. Denn ein Okapi, das im Traum erscheint, bringt jemandem im Dorf den Tod. Zumindest bei Großmutter Selma (Corinna Harfouch) mit Bestimmtheit. Wenn man hier im tiefsten Westerwald lebt, macht das Schicksal nie Ausnahmen, es lässt sich höchstens Zeit.

Der verfluchte, wiederkehrende Traum

Der verfluchte, wiederkehrende Traum vom Okapi ist Herzstück von Mariana Lekys Erfolgsroman „Was man von hier aus sehen kann“ von 2017., dessen Verfilmung am Montag (30.6.) um 20.15 Uhr im Ersten läuft.

Es ist eine Liebeserklärung an die deutsche Provinz - lebensklug, unterhaltsam, warmherzig. Regisseur Aron Lehmann („Das schönste Mädchen der Welt“) hat eine famose Umsetzung inszeniert, die dem Buch sehr nahekommt.

Luise (als Kind Ava Petsch, als Erwachsene Luna Wedler) wächst in den 80er Jahren in der Tristesse eines Westerwald-Dorfes auf. Sie und ihr bester Freund Martin (Cosmo Taut) haben es als Kinder beide nicht leicht. 

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.

Martin leidet unter seinem Vater, einem cholerischen Schläger und Trinker. Luise wiederum leidet unter der zerbrechenden Ehe ihrer Eltern, die sich für ihre Tochter kaum interessieren.

Wärme und Allgemeinbildung nur bei Oma

Wärme und Allgemeinbildung erhalten die zwei nur bei Großmutter Selma und ihrem heimlichen Verehrer, „dem Optiker“, dessen Name nie genannt wird und der durch böse innere Stimmen zur Schüchternheit verdammt ist. 

Dennoch ist es ein behütetes Umfeld zwischen Wäldern, Äckern und Hochspannungsmasten, bis eine Katastrophe Luises Kindheit beendet. Erst Jahre später scheint sie endlich ihr großes Glück zu finden.

Der heimliche Star dieses Heimatfilms mit Hirn und Herz ist Karl Markovics als „der Optiker“. Der Wiener Theaterstar fügt sich perfekt in eine ausgezeichnet gecastete Dorfgemeinschaft ein, deren Charme oft aus kauziger Miesepetrigkeit erwächst - wie halt häufig auch im echten Leben. 

Ein Film für Kinder der 70er und 80er Jahre

Im Zentrum: Luise, die seit dem Schock als Kind nicht mehr wagt, Fremden in die Augen zu blicken. Und doch versucht sie, zwischen all den Verrückten ein normales Leben zu führen. Schließlich läuft ihr an diesem Ende der Welt sogar der Mann fürs Leben über den Weg. Doch er ist Buddhist - zur Ausbildung geht er ins ferne Japan.

„Was man von hier aus sehen kann“ ist eine wunderbare, tragikomische Hochglanzproduktion, in der sich viele Kinder der 70er und 80er Jahre wiederfinden können. 

Die liebevolle Ausstattung zieht einen hinein ins Nachkriegswestdeutschland, in dem noch tuckernde rote Schienenbusse mit Stoffvorhängen die Dorfbahnhöfe mit der Zivilisation verbanden. Als in vielen Küchen noch Glühbirnen in korbgeflochtenen Lampenschirmen brannten und Prilblumen über der Spüle klebten. 

Doch dieses Dorf ist keine Idylle aus dem Bilderbuch: Bei der chronisch schlecht gelaunten Dörflerin Marlies (Rosalie Thomass) klebt noch das verspritzte Blut vom letzten Suizid in der Familie an der Wand. Überhaupt gewinnt das Thema Tod in der Filmversion viel Raum. Der Tod ist es dann auch, der am Ende alle dazu bringt, Gefühle zu gestehen.

© dpa-infocom, dpa:250630-930-734525/1

Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.

auf Facebook teilen auf Twitter teilen per WhatsApp teilen auf Pocket teilen

ÄHNLICHE ARTIKEL

Festivalleiterin Tricia Tuttle im Interview: „Die Berlinale wird unter meiner Leitung niemals ein Land boykottieren“

Festivalleiterin Tricia Tuttle im Interview: „Die Berlinale wird unter meiner Leitung niemals ein Land boykottieren“

2026-02-01

Frau Tuttle, Ihre zweite Berlinale als Festivalleiterin steht an. Was haben Sie aus dem ersten Jahr ...

Leute: Elizabeth Jagger: „Mein Vater organisiert Spieltreffen“

Leute: Elizabeth Jagger: „Mein Vater organisiert Spieltreffen“

2026-02-01

Das britisch-amerikanische Model Elizabeth Scarlett Jagger hat ihren Vater, die Rocklegende Mick Jag...

Linksextremismus: Anschlag auf Stromversorgung - Polizei steht unter Druck

Linksextremismus: Anschlag auf Stromversorgung - Polizei steht unter Druck

2026-02-01

Die Höhe der Belohnung ist einmalig, die Fahnder vom Bundeskriminalamt (BKA) sprechen zur Begründung...

Leute: Riccardo Simonetti glaubt an die Krawatte

Leute: Riccardo Simonetti glaubt an die Krawatte

2026-02-01

Riccardo Simonetti (32) glaubt an die Krawatte. Hemden mit Krawatten und dreiteilige Anzüge seien „w...

Der prominente Wochenrückblick : Tratsch, teure Mode und ein Treppenwitz

Der prominente Wochenrückblick : Tratsch, teure Mode und ein Treppenwitz

2026-02-01

Am Freitag startete in Berlin mal wieder eine Modewoche, offiziell, wie üblich, unter dem englischen...

Nächster Beitrag
Zwei Verletzte: Langer Stau nach Unfall auf Heerstraße in Berlin

Zwei Verletzte: Langer Stau nach Unfall auf Heerstraße in Berlin

EMPFOHLEN

Leute: Elizabeth Jagger: „Mein Vater organisiert Spieltreffen“

Leute: Elizabeth Jagger: „Mein Vater organisiert Spieltreffen“

2026-02-01
Linksextremismus: Anschlag auf Stromversorgung - Polizei steht unter Druck

Linksextremismus: Anschlag auf Stromversorgung - Polizei steht unter Druck

2026-02-01

MEISTGESEHEN

  • Leute: Riccardo Simonetti glaubt an die Krawatte

    Leute: Riccardo Simonetti glaubt an die Krawatte

  • Der prominente Wochenrückblick : Tratsch, teure Mode und ein Treppenwitz

  • 113. Berliner Sechstagerennen: Kluge und Malcharek nach erstem Sixdays-Tag auf Rang zwei

  • Frostiges Wochenende: Bis zu Minus zwölf Grad drohen in Berlin und Brandenburg

  • BVG meldet noch einzelne Einschränkungen: Tramverkehr in Berlin „nahezu vollständig“ wieder aufgenommen

  • Fußball-Bundesliga: Berichte: Lazio Rom will Unions Abwehrspieler Leite

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.