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Energieversorgung: Nachholbedarf bei grüner Wärme - EnviaM plant Investitionen

2025-05-09
In gesellschaft Vom admin

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Nach dem Ausbau erneuerbarer Energien im Stromsektor will der ostdeutsche Energieversorger EnviaM nun auch die Wärmewende forcieren. Dort hinkt der Umstieg deutlich hinterher. In der Stromerzeugung von EnviaM machten Erneuerbare inzwischen mehr als die Hälfte (55 Prozent) aus, bei Wärme liege der Anteil nur bei 19 Prozent, teilte das Unternehmen mit. 

Es gehe darum, die eigene Wärmeversorgung grüner zu machen, sagte Vorstand Patrick Kather. Dazu sollen mindestens acht konventionelle Anlagen für Fernwärme auf erneuerbare Brennstoffe umgestellt werden - etwa das Heizwerk Vetschau in Südbrandenburg. Dort sollen künftig Holzhackschnitzel den Braunkohlestaub als Brennstoff ersetzen. Der Umbau wird den Angaben nach noch dieses Jahr beginnen. Angestrebt wird zudem, auch Abwärme aus Datencentern zu nutzen, so in Taucha (Landkreis Nordsachsen). 

Für den Ausbau seien in den kommenden Jahren Investitionen von mehr als 50 Millionen Euro geplant. Ein Knackpunkt sei, dass grüne Wärme aus neuen Anlagen heute teurer sei als Wärme, die aus Gas oder Öl gewonnen werde, sagte Kather.

EnviaM mit weniger Umsatz und Gewinn

EnviaM beliefert Haushalte und Unternehmen mit Strom, Gas, Wärme und schnellem Internet. Das Gebiet erstreckt sich auf Teile von Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Die Kundenzahl ist im vergangenen Jahr von 1,2 auf 1,1 Millionen gesunken. Der Umsatz gab auf 3,09 Milliarden Euro (2023: 3,49 Mrd) nach. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde mit 353,3 Millionen Euro (2023: 453,5 Mio) angegeben. Zum Nettogewinn wurden keine Angaben gemacht.

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Vorstandschef Stephan Lowis sprach dennoch von einem sehr erfolgreichen Jahr. Das Jahr zuvor sei ein besonderes Jahr mit großen Einmaleffekten gewesen. „Wir sind jetzt wieder auf dem Niveau von Normaljahren unterwegs.“

Keine Festlegung zur Entwicklung der Strompreise 

Zur Entwicklung der Strompreise für die Kunden wollten sich Lowis und Kather nicht festlegen. Die reinen Beschaffungspreise hätten sich stabilisiert, sagte Kather. „Wir müssen darauf schauen, wie sich Netzentgelte und Umlagen entwickeln.“

Weiter vorangetrieben werden soll der Ausbau des Stromnetzes. Dazu sind dieses Jahr Investitionen von 565 Millionen Euro vorgesehen, auch in den Neubau von Umspannwerken. 2024 seien 950 Kilometer Stromnetz neu gebaut oder modernisiert worden. Hintergrund ist der anhaltende Boom von Windrädern und Solaranlagen. Allein im vergangenen Jahr sei die installierte Leistung im Netzgebiet um fast 1 Gigawatt gestiegen. Das sei etwa so viel wie ein Kernkraftwerk, erklärte Lowis. Im Netzgebiet werde bereits mehr Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt als insgesamt Strom verbraucht werde. 

Zuletzt hatte es Klagen über lange Wartezeiten bei neuen Anschlüssen von Solaranlagen gegeben. Lowis räumte entsprechende Probleme ein, konnte aber keine genauen Zahlen nennen. Das hänge mitunter mit nötigen Zählerwechseln zusammen, aber auch mit Softwareproblemen.

© dpa-infocom, dpa:250508-930-516914/1

Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.

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