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Nach EU-Abstimmung: Ministerin und Jäger befürworten einfachere Wolf-Abschüsse

2025-05-09
In gesellschaft Vom admin

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Brandenburgs Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt (SPD) befürwortet die Entscheidung des EU-Parlaments, dass Wölfe in der EU künftig leichter abgeschossen werden können. „Ich begrüße es sehr, dass auf europäischer Ebene ein Umdenken im Umgang mit dem Wolf stattfindet“, teilte die Ministerin mit. Nun müssten auch auf nationaler Ebene die Weichen gestellt werden, um ein effektiveres Wolfsmanagement zu ermöglichen.

Brandenburg sei das wolfreichste Bundesland, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Im März hatte das Land eine Initiative für eine bessere Regulierung des Wolfsbestandes zum Schutz von Weidetieren in den Bundesrat eingebracht. „Uns geht es nicht darum, den Wolf wieder aus Deutschland zu vertreiben“, teilte Mittelstädt jetzt mit. Allerdings müssten die berechtigten Interessen der Bevölkerung im ländlichen Raum und der Weidetierhalter berücksichtigt werden.

Abstimmung in Straßburg

Eine Mehrheit der Abgeordneten des Europäischen Parlaments stimmte in Straßburg im Eilverfahren dafür, den Status der Wölfe von „streng geschützt“ auf „geschützt“ abzusenken. Die Maßnahme muss noch von den EU-Mitgliedsstaaten angenommen werden, das gilt aber als wahrscheinlich. 

Sie hatten sich bereits mehrheitlich für eine Absenkung ausgesprochen. Viele Länder wollen Wölfe vermehrt abschießen, um ihre Weidetiere zu schützen.

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CDU fordert schnelles Handeln

Julian Brüning, jagdpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, forderte die Landes- und Bundesregierung zum schnellen und konsequenten Handeln auf. „Brandenburg leidet mit der höchsten Wolfsdichte in Europa ganz besonders unter den Auswirkungen eines nicht existierenden Managements“, hieß es in einer Mitteilung. Die Entscheidung des EU-Parlaments bezeichnete er als „Meilenstein für den ländlichen Raum und den Schutz von Mensch und Tier.“

Landesjagdverband für Aufnahme des Wolf ins Bundesjagdgesetz

Auch der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) befürwortete den Schritt: „Brüssel hat geliefert – jetzt ist Berlin am Zug. Die Bundesregierung muss den Wolf jetzt umgehend als jagdbare Art ins Bundesjagdgesetz aufnehmen“, teilte Präsident Dirk-Henner Wellershoff mit. Die Entwicklung des Wolfsbestandes sei in den letzten Jahren aus dem Ruder gelaufen, erklärte Wellershoff. 

Der LJVB forderte in der Mitteilung eine reguläre Bejagung des Wolfs als weiteres Werkzeug des Herdenschutzes, eine deutliche Bestandsreduktion, die Einführung einer dauerhaften Jagdzeit und die Festlegung einer Obergrenze für den Wolfsbestand im Land Brandenburg.

Umweltschützer: Schwarzer Tag

Umweltschützer zeigten sich indes besorgt: „Die Jagd auf Wölfe ist seit heute wieder grundsätzlich möglich - ein schockierender, schwarzer Tag für den Arten- und Naturschutz in Europa!“, teilte der Leiter des Fachreferats für Wildtiere beim Deutschen Tierschutzbund, James Brückner, mit. Wissenschaftlich sei die Entscheidung nicht zu rechtfertigen. 

Sämtliche Studien zeigten, dass eine Reduzierung des Wolfsbestandes allein nicht zu einer Verringerung von Rissen an Weidetieren führe. Brückner appellierte an die Bundesregierung und andere EU-Länder, sich auf die langfristige Koexistenz von Weidetieren, Wolf und Mensch im Sinne des Tier- und Artenschutzes zu konzentrieren.

© dpa-infocom, dpa:250508-930-517687/1

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