Drei von vier Frührentnern wären bereit, länger zu arbeiten, sofern die Bedingungen stimmen. Das geht aus einer Studie der Uni Wuppertal für die Bertelsmann-Stiftung hervor, über die das „Handelsblatt“ berichtet.
Obwohl Menschen über 60 Jahren zunehmend länger arbeiten, herrsche weiterhin eine „Kultur des Frühausstiegs“, sagte Studienleiter Martin Hasselhorn. Dabei müsse es nicht so sein: Lediglich ein Viertel der Befragten lehnt Arbeit im Ruhestand demnach grundsätzlich ab.
Rund 20 Prozent der Frührentner arbeiten ohnehin weiter. In der Studie heißt es deshalb, Erwerbstätigkeit nach Renteneintritt sei „kein Randphänomen“. Weitere 14 Prozent wünschten sich ganz konkret, wieder arbeitstätig zu werden. Und sogar 37 Prozent könnten sich unter geeigneten Rahmenbedingungen eine Rückkehr vorstellen. Wichtig seien ihnen vor allem flexible Arbeitszeiten und ein gutes soziales Umfeld, wie sie auf Rückfrage der Forschenden bekundeten.
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In Deutschland wird angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen Lage, der Lücken im Haushalt der kommenden Jahre und des demografischen Wandels über die Stabilität des Rentensystems diskutiert. Aktuell erarbeitet eine Kommission Vorschläge für die künftige Ausgestaltung der Rente. Ende Juni soll sie ihre Empfehlungen vorlegen. Die Koalition sucht nach Wegen, ältere Beschäftigte länger im Erwerbsleben zu halten. (Tsp)