Die Berliner CDU liegt gut vier Monate vor der Abgeordnetenhauswahl in den Umfragen weiter in Führung. Das Rennen um das Rote Rathaus bleibt jedoch weiterhin offen.
Wäre am Sonntag Berlin-Wahl, würde die CDU auf 20 Prozent kommen. Dahinter folgt die AfD mit 18 Prozent auf Platz zwei.
Berliner CDU bleibt längerfristig im Abwärtstrend
Die SPD würde 16 Prozent erhalten und die Grünen und Linken jeweils 15 Prozent. FDP und BSW würden beide auf vier Prozent kommen und den Einzug ins Abgeordnetenhaus damit knapp verpassen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag des Portals „Nius“.
Mit der Erhebung verfestigt sich ein Trend, der sich in den vergangenen Wochen bereits in anderen Umfragen gezeigt hat: Zwar bleibt die CDU in Führung, jedoch können sich derzeit offenbar deutlich weniger Berliner vorstellen, die Partei zu wählen, als noch vor einigen Monaten.
Viele Parteien eng beieinander
Im Vergleich zum Ergebnis bei der Wiederholungswahl 2023 (28,2 Prozent) haben die Christdemokraten in der Wählergunst inzwischen massiv verloren. Zugleich schrumpft der Vorsprung der Partei auf die politischen Konkurrenten.
Auffällig ist zudem, wie eng es auf den Plätzen hinter der CDU derzeit zugeht. In der INSA-Umfrage trennen AfD, SPD, Grüne und Linke nur drei Prozentpunkte. In einer Civey-Umfrage für den Tagesspiegel lagen die vier Parteien kürzlich nur einen Prozentpunkt auseinander. Ende April hatte eine Erhebung von Infratest Dimap im Auftrag des RBB Grüne, Linke und AfD mit 18 Prozent sogar nur einen Punkt hinter der führenden CDU gesehen.
Zugleich scheint in den jüngsten Erhebungen die AfD ihren zweiten Platz zu festigen. Bei der vergangenen Abgeordnetenhauswahl 2023 kam die Partei nur auf 9,1 Prozent.
Nach derzeitigem Stand scheinen damit zwei Koalitionsoptionen nach der Wahl am 20. September möglich: ein Bündnis aus CDU, SPD und Grünen sowie eine Neuauflage der rot-grün-roten Koalition aus SPD, Grünen und Linken.
Mit ihrem Sieg bei der Wiederholungswahl hatte die Berliner CDU das zuvor amtierende rot-grün-rote Bündnis 2023 abgelöst. Seither regiert der damalige CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner als Regierender Bürgermeister in einer Koalition mit der SPD.