Die Berliner Bezirke haben 2025 sehr unterschiedlich mit dem ihnen vom Land Berlin zugewiesenen Geld gewirtschaftet. So schloss Friedrichshain-Kreuzberg das vergangene Jahr mit einem Minus von rund 15 Millionen Euro ab, auch Pankow (-14,6) und Steglitz-Zehlendorf (-12,1) haben mehr ausgegeben als im jeweiligen Haushaltsplan vorgesehen. Das geht aus einer Auswertung der Senatsfinanzverwaltung hervor.

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Insgesamt weisen sieben Bezirke ein positives und fünf Bezirke ein negatives Jahresergebnis aus. Über alle zwölf Bezirke hinweg ergibt sich ein Überschuss von 25,9 Millionen Euro. Klassenprimus ist der Bezirk Lichtenberg mit einem Plus von 17,1 Millionen Euro.
Berlins Bezirke erfüllen einen Großteil der bürgernahen Dienstleistungen und sind für die Verteilung der gesetzlich vorgeschriebenen Sozialleistungen verantwortlich. Dafür erhalten sie vom Land eine sogenannte Globalsumme, die 2025 rund zehn Milliarden Euro, also rund ein Viertel des Landeshaushalts, ausmachte.
Die Bezirke stellen mit diesem Geld eigene Haushalte auf. Da ein Großteil der Ausgaben gesetzlich vorgeschrieben ist, ist der finanzielle Steuerungsbedarf begrenzt. Möglichkeiten ergeben sich insbesondere bei Personal- und Investitionsausgaben.
Das große Defizit in Friedrichshain-Kreuzberg ist laut Senatsfinanzverwaltung hauptsächlich auf Mehrausgaben bei den Hilfen zur Erziehung sowie die Bewirtschaftung der eigenen Immobilien zurückzuführen. Zudem habe der Bezirk weniger Einnahmen erzielt als geplant.
Machen die Bezirke Verluste, müssen sie die in den Folgejahren abtragen. So ist das negative Ergebnis in Pankow vorwiegend durch den Verlust im Jahr 2024 zu erklären, der auch im vergangenen Jahr nicht abgebaut werden konnte.
Sowohl Pankow als auch Steglitz-Zehlendorf haben mit der Finanzverwaltung ein Konsolidierungskonzept erarbeitet, da beide Bezirke auch über keinerlei frei verfügbaren Rücklagen mehr verfügen. Das gilt ebenso für Marzahn-Hellersdorf, Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg.
Die anderen sieben Bezirke verfügen insgesamt über eine sogenannte Ergebnisrücklage von rund 150 Millionen Euro. Auch hier führt Lichtenberg mit einer Rücklage von 41,4 Millionen Euro, das Ranking an. Neben der Ergebnisrücklage verfügen die Bezirke noch über Investitionsrücklagen, die jedoch nur für Investitionsausgaben verwendet werden dürfen.