Wednesday, Feb 18, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite gesellschaft Koalitionsverhandlungen...

Koalitionsverhandlungen: Sparen mit Schwerpunkten: SPD und CDU beraten in Brandenburg

2026-02-17
In gesellschaft Vom admin

ÄHNLICHE ARTIKEL

Liebe im Jenseits: Zum 100. Geburtstag des Komponisten György Kurtág

Berliner Kultursenatorin Wedl-Wilson gibt Entwarnung: Das Maxim Gorki Theater knackt sein Sparschwein

Die geplante rot-schwarze Koalition in Brandenburg will den Rotstift ansetzen - auch beim eigenen Personal. „Natürlich hat die finanzielle Situation des Landes Auswirkungen auf den Koalitionsvertrag“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Das Land werde den Personalaufwuchs der vergangenen Jahre nicht fortsetzen können. „Dass wir über Sparsamkeit auch in diesem Bereich nachdenken, ist kein Geheimnis. Es ist eine Notwendigkeit.“ Trotzdem sei es möglich, Schwerpunkte zu setzen und 2027 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen.

Nach dem Bruch der bundesweit einzigen SPD/BSW-Koalition beraten SPD und CDU über ein Bündnis. Es hätte nach dem Wechsel ehemaliger BSW-Abgeordneter in die SPD-Fraktion zwei Stimmen Mehrheit im Landtag. Die Gespräche stehen wegen eines erwarteten Drei-Milliarden-Lochs unter schwierigen Vorzeichen. „Wenn wir über Sparsamkeit reden, dann ist es wichtig, dass wir auch bei uns selber anfangen“, sagte CDU-Landeschef Jan Redmann. „Unser erklärtes Ziel am Ende der Legislaturperiode ist, weniger Personal im Landesdienst zu haben, als es gegenwärtig der Fall ist.“

Entlastungen für die Wirtschaft

Wo es Einsparungen geben soll, ließen die Chef-Verhandler offen. Als eher unwahrscheinlich gilt, dass bei der Polizei gespart wird: „Sie wissen, dass es bei CDU und bei SPD für die Polizei in Brandenburg eine große Sympathie gibt“, sagte Redmann. Derzeit wird die Zahl der Polizisten aufgestockt. Die „Märkische Allgemeine“ schrieb, verschont werden vom Sparkurs sollten unter anderem Polizei, Justiz und Schulen. Die AfD forderte: „Für jede neue Stelle im öffentlichen Dienst müssen zwei bestehende Stellen wegfallen.“ Das solle nicht für Polizei, Bildung und Justiz gelten.

SPD und CDU sehen die Wirtschaft als einen Schwerpunkt und planen Entlastungen. „Da geht es auch mehr Freiheiten, kürzere Genehmigungsverfahren, den Abbau von Bürokratie“, sagte Redmann.

SPD und CDU sehen sich im Zeitplan

Die beiden Parteien wollen die Koalitionsverhandlungen in wenigen Wochen abschließen. „Ich bin froh, dass ich hier sagen kann, dass der Koalitionsvertrag aller Voraussicht nach im März fertig sein wird“, sagte Woidke. Es gehe um „Problemlösungskompetenz für das, was die Menschen im Land bewegt“.

In schwierigen Zeiten sei es besonders wichtig, den Menschen Sicherheit und Stabilität zu geben, sagte der Regierungschef. Er sprach von einem gemeinsamen Wertefundament von SPD und CDU, dem gemeinsamen Blick auf Chancen und der Abgrenzung von Extremismus.

Forscher: Regierung muss Pläne transparent machen 

Ist der Sparkurs schädlich für beide Parteien? „Eine künftige rot‑schwarze Koalition kann grundsätzlich handlungsfähig sein, auch bei knapper Kassenlage, weil sie angekündigt hat, sich auf klar priorisierte Schwerpunkte zu konzentrieren“, sagte Politikwissenschaftler Werner Krause von der Universität Potsdam der Deutschen Presse-Agentur. „Ob sie in der Öffentlichkeit überzeugt, hängt aber davon ab, wie transparent und nachvollziehbar sie diese Prioritäten kommuniziert und erste sichtbare Erfolge liefert.“

Der Forscher hat noch einen Rat. Woidke hält sich eine Kandidatur bei der Landtagswahl 2029 offen. „Der frühe Hinweis Woidkes kann strategisch sinnvoll sein, weil er inmitten der laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU für Stabilität sorgt“, sagte er. „Allerdings sind es planmäßig noch mehr als drei Jahre bis zu der Wahl. Hier wäre es wichtig, dass die SPD rechtzeitig eine klare Nachfolgeregelung entwickelt - ob mit oder ohne Woidke.“

Dem Regierungschef geht es erstmal um die neue Koalition. Das Miteinander scheint schon mal zu klappen. Woidke sprach davon, dass das Vertrauen zwischen beiden Parteien gewachsen sei. Redmann sagte: „Das ist kein Gegeneinander, das ist kein Tauziehen, wo der eine dem anderen einen Erfolg nicht gönnt, sondern das war ein Geist, bei dem sich die Parteien auch gegenseitig Erfolge ermöglichen.“ Und sprach Woidke mit Du an.

© dpa-infocom, dpa:260216-930-694063/3

Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.

auf Facebook teilen auf Twitter teilen per WhatsApp teilen auf Flipboard teilen

ÄHNLICHE ARTIKEL

Tag 5 bei der Berlinale: Der Bär muss was essen

Tag 5 bei der Berlinale: Der Bär muss was essen

2026-02-17

Man ist, was man isst. In Kinosälen mampfen die Leute inzwischen alles. Bei einem Film über eine que...

Bekannt aus „Der Pate“ und „Apocalypse Now“: US-Schauspieler Robert Duvall im Alter von 95 Jahren gestorben

Bekannt aus „Der Pate“ und „Apocalypse Now“: US-Schauspieler Robert Duvall im Alter von 95 Jahren gestorben

2026-02-17

Hollywood-Star Robert Duvall ist nach übereinstimmenden US-Medienberichten tot. Der 95-Jährige starb...

Autoverkehr: Staugefahr auf der A115

Autoverkehr: Staugefahr auf der A115

2026-02-17

Wegen des Neubaus der Ringbahn- und der Westendbrücke drohen vor allem ab dem Berufsverkehr längere ...

SPD in Berlin: Michael Müller: „Ich wache nicht morgens auf und weine“

SPD in Berlin: Michael Müller: „Ich wache nicht morgens auf und weine“

2026-02-17

Dass Bundestagsabgeordnete es nicht wieder ins Parlament schaffen, kommt immer wieder vor. Es ist ab...

Wahlen: Krach: Bund muss Berlin stärker finanziell unterstützen

Wahlen: Krach: Bund muss Berlin stärker finanziell unterstützen

2026-02-17

SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach fordert ein stärkeres finanzielles Engagement des Bundes für die H...

Nächster Beitrag
Fußball: Union-Trainerin Poese wechselt ins Nachwuchsleistungszentrum

Fußball: Union-Trainerin Poese wechselt ins Nachwuchsleistungszentrum

EMPFOHLEN

Autoverkehr: Staugefahr auf der A115

Autoverkehr: Staugefahr auf der A115

2026-02-17
SPD in Berlin: Michael Müller: „Ich wache nicht morgens auf und weine“

SPD in Berlin: Michael Müller: „Ich wache nicht morgens auf und weine“

2026-02-17

MEISTGESEHEN

  • Wahlen: Krach: Bund muss Berlin stärker finanziell unterstützen

    Wahlen: Krach: Bund muss Berlin stärker finanziell unterstützen

  • Sicherheit, Charité, Staatsoper: Berlins SPD-Spitzenkandidat Krach fordert Zuständigkeit des Bundes

  • Es wird wieder kalt: Zum Wochenstart schneit es in Berlin und Brandenburg

  • Künstlerin für deutschen Venedig-Pavillon: Henrike Naumann in Berlin gestorben

  • Sinkende Nachfrage, steigende Kosten: Berlin stoppt Vergabe neuer Taxilizenzen

  • Wiedergutmachung für NS-Opfer wie Albert Einstein: 280.000 Entschädigungsakten gehen ins Landesarchiv Berlin

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.