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Meilenstein der Rockmusik: Albumklassiker der Dire Straits: „Brothers In Arms“ wird 40

2025-05-17
In gesellschaft Vom admin

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Mark Knopfler und John Illsley haben unterschiedliche Erinnerungen an die Entstehung des erfolgreichsten Albums der Dire Straits. „Es war wie bei jedem anderen Album“, sagt der ehemalige Frontmann und Songwriter Knopfler (75) fast stoisch im Interview der Deutschen Presse-Agentur in London.

Hingegen will Bassist Illsley (75), der bis heute eng mit seinem Ex-Bandkollegen befreundet ist, sofort erkannt haben, dass das fünfte Studioalbum der Band besonders werden könnte. „Ich wusste instinktiv, dass wir großartiges Material hatten“, sagt er. „Es war klar, dass es ein gutes Album werden würde.“

Illsley behielt Recht. „Brothers In Arms“ wurde mit Evergreens wie „Money For Nothing“ oder „Walk Of Life“ ein Welterfolg. Es verkaufte sich mehr als 30 Millionen Mal und ist eins der meistverkauften Alben der Musikgeschichte. Zum 40. Jubiläum erscheint jetzt eine Neuauflage.

Aufnahmen im Paradies

Die Aufnahmesessions für „Brothers In Arms“ fanden zwischen 1984 und 1985 in den Air Studios von Beatles-Produzent George Martin auf der Karibikinsel Montserrat statt - inmitten von Palmen und üppiger Vegetation, mit Villa und Pool direkt am Studio nahmen auch The Police, Paul McCartney oder die Rolling Stones dort auf.

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„Das war keine schicke Insel“, erinnert sich Illsley. „Das war richtig alt-karibisch, ein großartiger Ort zum Arbeiten, weil es kaum Ablenkungen gab.“ Trotz Urlaubsflair sei die Band fleißig gewesen. „Wir hatten tatsächlich eine ziemlich gute Arbeitsmoral.“

Illsley ist überzeugt, dass die Umgebung ihren Anteil am Erfolg des Albums hat. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Atmosphäre, in der man lebt, einen beeinflusst – egal, ob mental, psychologisch, körperlich“, sagt er. „Wenn du dich in einer tollen Umgebung befindest, gehst du viel lieber ins Studio.“

Verlust der Aufnahmen und ein Schlagzeuger-Tausch

Doch nicht alles lief rund - etwa für Drummer Terry Williams, der sich im klassischen Rock eher zu Hause fühlte als im neuen Popsound. „Terry ist einer der besten Live-Schlagzeuger, mit denen ich je gespielt habe“, betont Illsley. „Er war vielleicht etwas unsicher im Studio, weil die Songs so unterschiedlich und nicht leicht zu interpretieren waren.“

Als die Band nach einer Weihnachtspause Anfang 1985 nach Montserrat zurückkehrte, stellte sie fest, dass die digitalen Bänder fehlerhaft waren. „Die ganze Technik war noch recht neu. Ich glaube, wir haben einfach eine schlechte Charge erwischt. Da sind allerlei Dinge auf dem Band ausgefallen, vor allem einiges auf der Schlagzeugspur.“

Die Dire Straits trafen daraufhin eine heikle Entscheidung. Sie engagierten den renommierten Session-Drummer Omar Hakim, der die Tracks in nur drei Tagen neu einspielte. „Es ist nicht leicht, wenn man jemanden ersetzen muss“, sagt Illsley, der Williams für sein Verhalten lobt. „Es war sehr erwachsen. Er hat eingesehen, dass jemand anderes es besser konnte.“ Für die Tournee kehrte Williams an das Dire-Straits-Schlagzeug zurück und überzeugte. „Er war wie ein Zauberer. Es war unglaublich.“

Sting - ein glücklicher Zufall und Hundegebell

Der größte Hit des Albums war die Single „Money For Nothing“, zu der sich Mark Knopfler durch die Worte eines Möbelpackers in einem Geschäft inspirieren ließ. „Ich saß tatsächlich im Schaufenster der Küchen-Ausstellung und hab dort im Laden angefangen, den Song zu schreiben“, erzählt Knopfler im dpa-Interview. „Ich habe die sogar noch um einen Stift und Zettel gebeten.“

Der Möbelpacker ist als Computer-animierte Figur im Musikvideo verewigt. Ironischerweise wurde der Song, der sich über die MTV-Kultur lustig macht, zu einem Dauerbrenner beim Musiksender. Das lag auch an der damals hochmodernen Animation, die aus heutiger Sicht ziemlich veraltet aussieht.

Das Intro - „I want my MTV“ - sang Musikerkollege Sting zur Melodie seines The-Police-Hits „Don't Stand So Close To Me“. Knopfler hatte die Idee, das MTV-Jingle einzubauen. Zufällig urlaubte Sting, der auch den Background-Gesang übernahm, gerade auf Montserrat. „Mark rief an und fragte, ob ich ins Studio kommen würde, um das zu singen“, erinnert sich Sting im dpa-Interview und lacht. „Ich bin aber auch der Hund. Ich bin derjenige, der das Hundegebell macht.“ Man hört es nach etwa dreieinhalb Minuten.

Ein Album für die Ewigkeit, aber kein Studio

„Brothers In Arms“ erschien am 13. Mai 1985 und schlug sofort ein. In vielen Ländern toppte es wochenlang die Charts. Das damals aufkommende Medium CD half dabei. Denn wegen des hervorragenden Klangs wurde „Brothers In Arms“ in Geschäften gern zur Vorführung von CD-Playern genutzt. Es war das erste Album, das sich mehr als eine Million Mal auf CD verkaufte.

„Es hat alles übertroffen, was wir uns hätten erträumen können“, resümiert Illsley heute. „Das zeigt einfach, dass Musik die Zeit überdauern kann.“ 40 Jahre später und 30 Jahre nach der Auflösung der Dire Straits erscheint die Deluxe-Neuauflage auf fünf LPs oder 3 CDs mit einem zuvor unveröffentlichten Live-Konzert aus Texas von 1985 und neuem Begleittext.

Für die Air Studios endete die Erfolgsgeschichte hingegen abrupt. 1989 fegte ein Hurrikan über Montserrat und beschädigte die Anlage schwer. Die Studios wurden nie wieder eröffnet. In den 90ern besorgte der Ausbruch des Vulkans Soufrière Hills den Rest. Mehr als die Hälfte der Insel ist heute Sperrgebiet - auch die Ruine der Studios, die trotz Risiko manchmal von Touristen aufgesucht wird.

„Ich weiß noch, wie ich ein paar Mal auf dem Vulkan spazieren gegangen bin, als er nur etwas gedampft hat“, sagt John Illsley. „Es ist absolut tragisch.“

© dpa-infocom, dpa:250516-930-550341/1

Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.

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